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Gülcan und Collien ziehen aufs Land - Warum sind sie nicht gleich dageblieben?

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Nein, ist klar. Alles echt. “Clash der Kulturen” (Zitat Pro 7). Raue und reale Lebensbedingungen für die “VIP-Ladies” Gülcan und Collien. Die können natürlich nicht aus ihrer zivilisatorischen Haut und laufen auf dem Land ausschließlich in schicken Klamotten herum, der Kontrast zum grummelnden UrBayer-Bauern wie Tag und Nacht.

Ein Schelm wer Böses dabei denkt? Nein, ein Dummkopf, wer sich diese weichgekochte Version der schon im Original unerträglich blöden Serie “Simple Life” als interessantes “Experiment” verkaufen lässt. Gülcan Kamps und Collien Fernandes schlagen sich in “Gülcan und Collien ziehen aufs Land” mit vorgeschriebenen Witzen, von denen die besten “so lala” sind, durchs Programm und beeindrucken mit ihrem unnachahmlichen Charme wohl nicht mal mehr die Zielgruppe von reizüberfluteten Jugendlichen mit Nachmittagskoller.

Das Format krankt - nein, falscher Ansatz. Das “Format” ist kein Format, weil es kein Format hat. Thema: Auf blöd getrimmte Frau inmitten von urwaldähnlichen Verhältnissen. Das war schon bei Tarzan irgendwie schlecht. Jetzt auch im Doppelpack. Wie schon hunderttausendmal zuvor in das Format “Reality TV” gequetscht bis es weh tut, zwei Mal drüber gebügelt und fertig ist die neueste Fließbandproduktion aus dem Hause Pro 7.

Traurig daran ist, dass die Einschaltquoten dem Sender Recht geben werden. Voyeurismus, halbwegs attraktive Protagonistinnen, Schadenfreude-Potential pur - und zum Verständnis der Serie reicht der geistige Aufwand, den man sonst beispielsweise in der Kommunikation mit seinem Hund benötigt. Ein weiteres dickes Kreuz auf meiner Liste: “Millionen gute Gründe, um sich vom Fernsehen loszusagen”.

Die Wohnungssuche - War das schon immer so nervig?

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Wann hat das eigentlich angefangen, dass die Wohnungssuche ähnliche Dimensionen annimmt wie die Bewerbung auf eine neue Arbeit? Wenn ich mir heutzutage aus dem Angebot der Wohnungen eine aussuchen möchte, muss ich mir erstmal Papiere besorgen.

Da braucht es Mietschuldenfreiheitserklärung, Arbeitsplatznachweis, Schufa-Auskunft und am besten noch eine eidesstattliche Versicherung, dass man in der Wohnung kein Haustier halten wird. Als nächstes darf man die Wohnung besichtigen, dann muss man sich bewerben (!!) und all diese Papiere nebst doppelseitigem Fragebogen beim Vermieter einreichen. Das erinnert mich ein bisschen an den Studienanfang und die Universitätssuche.

Ich meine, nicht nur bei der Wohnungssuche in Bonn herrschen solche Verhältnisse - auch in der “Weltstadt” Berlin muss ich bürokratische Vorgänge durchlaufen, wie ich sie sonst nur vom Einwohnermeldeamt kenne. Was tun eigentlich Leute, die mal Pech gehabt haben im Leben? Dürfen die ab dann nur noch den sozialen Wohnungsbau behausen weil ihre Papiere für die Herren Vermieter nicht ganz sauber sind? Wohnungs- und Vermieterschutz in allen Ehren, aber dass sich ein Umzug schon in der Planungsphase als derartiger Aufwand entpuppt, das muss doch nicht sein!

Arcor oder nicht Arcor

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Also nach dem, was ich mit der Installation von Arcor erlebt habe, heißt es wohl niemals Arcor.

Ich wollte bei einem Bekannten den Internetanbieter Arcor installieren. Auf dem Rechner war Windows 98 installiert, was laut den Anforderungen für die Installation kein Problem darstellen sollte. Ich habe also das Setup ausgeführt und siehe da, es klappt nicht. Die Setup-Datei habe ich mir übrigens aus dem Internet geladen, da man nirgendwo eine Arcor-CD herbekommt und mein Bekannter hatte die CD nicht mehr. Aber nun weiter zur Installation. Ich habe eine Fehlermeldung bekommen, die mir weismachen wollte, dass das Betriebssystem für die Arcor-Installation zu alt wäre. Somit hat sich das mit dem Internet an diesem Tag erst mal erledigt.

Ich habe dann einfach mal bei Arcor angerufen und gefragt woran das liegen könnte. Die meinten das sollte klappen und das war es dann auch schon. Ich habe dann später irgendwo gelesen, dass es wahrscheinlich nur mit Windows 98 SE klappen soll, aber das war nun mal nicht vorhanden und somit konnte ich es auch nicht nachprüfen. Aber natürlich blieb es nicht bei einem Versuch.

Ich habe mir dann überlegt, Windows 2000 auf dem Rechner zu installieren. Ich hatte zwar erst Bedenken, da der Rechner nicht der schnellste war, aber die Installation verlief ohne Probleme. Als dann alles eingerichtet war, habe ich wieder das Setup von Arcor aufgerufen. Und siehe da, es klappte. Aber natürlich sollte man sich nie zu früh freuen. Als die Installation beendet war, habe ich den Online-Butler von Arcor gestartet und war schon vorbereitet, die Verbindung und den Benutzer auszuwählen. Und dann kam die nächste Fehlermeldung. Arcor konnte mit der Einrichtung nicht fortführen, da der Internet Explorer 5.0 installiert war, benötigt wurde aber der Internet Explorer 5.5.

Normalerweise bin ich es gewohnt die Updates für den Internet Explorer aus dem Internet herunterzuladen, was ja nun mal nicht möglich war. Auf CD bekommt man sowas ja normalerweise auch nicht. Mein Vorschlag war es also, dass ich bei mir zu Hause den neusten Internet Explorer runterlade und ihn dann bei meinem Bekannten installiere. Ich hab dann mal nur so Windows 2000 neugestartet und schon kam die nächste Überraschung, ein Bluescreen. Den habe ich bis heute nicht wegbekommen und somit habe ich aufgegeben.

Man sieht also, dass es sehr viel Spass macht Arcor zu installieren. Zum Glück war es nicht mein Computer.

Die gute alte Telekom

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In dem Land wo Service nicht so groß geschrieben wird, sticht eine Firma immer mal wieder besonders hervor. Ich möchte Ihnen meine letzte Begegnung mit der guten alten Telekom schildern. Der Telekom laufen die Kunden weg als wäre ein Fussballspiel für die heimische Mannschaft zu einem Debakel geworden, trotzdem erlaubt Sie sich folgendes:

Ich möchte umziehen und wollte prüfen, ob an der neuen Adresse DSL verfügbar ist, denn in Berlin ist das nicht selbstverständlich. Glasfaser verhindert allzuoft eine schnelle Leitung. Ich rief also den Service an und hatte so wie es halt so ist einen schlecht informierten Call-Center-Agent (Achtung neu-deutsch) dran. Dieser vermittelte mich gleich weiter an die Technik. Dachte ich bis dahin, denn eine nette Computerstimme wollte mich durch gezielt weiterleiten. Früher wurde man immer gefragt, “Möchten Sie das und das, drücken Sie die 1 …”. Jetzt allerdings ist es so, dass man antworten muss. Möchten Sie also über DSL und zum Thema Internet informiert werden sagen Sie bitte Internet usw. DAS NERVT und das wird auch immer so bleiben. Was denken die sich überhaupt, dass mit den dämlichem Computerstimmen, die mehr oder weniger kompetenten Leute ersetzt werden können, die die Telekom die ganzen Jahre schon rausschmeißt?

Naja, nach der ersten Weiterleitung wurde ich gefragt, ob ich prüfen wolle ob bei mir DSL verfügbar wäre, ich antwortete “ja”. Doch dummerweise und das ist wirklich absolut dumm, sollte ich meine Telefonnummer angeben. Die ich aber noch nicht hatte! Diesen Dialog konnte man leider nicht wirklich beenden, so dass ich das ganze Spiel wiederholte. Nach sage und schreibe 23 Minuten hatte ich einen Mann am Apparat. Ich schilderte ihm meine Situation und das erste was er machte, er fragte mich nach meiner Telefonnummer, obwohl ich das mit dem Umzug erwähnt hatte. Die Krönung der ganzen Sache war, als er mich nach meiner Kundennummer fragte und ich ihm antwortete ich sei “noch” kein Kunde legte er einfach auf!

Eines steht auf jeden Fall fest, ich werde niemals Telekomkunde werden und kann nur sagen, die Leute entlassen und durch intelligente Computer zu ersetzen geht nach hinten los. Die werden das nie begreifen und die wollen das auch gar nicht.

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