Wiedermal über etwas aufgeregt?

Geteilter Kummer ist halber Kummer! Also schreiben Sie uns Ihren Aufreger, damit Sie wieder ruhig schlafen können und Anderen das Leid erspart wird.

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Die deutsche Post - Zur Hölle mit Snail Mail

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High-Tech Werbekampagnen und 200 Meter grosse Werbebanner wollen uns täglich weissmachen, wir hätten es mit todesmutigen Helden in Gelb zu tun. Doch die Realität sieht düster aus. Bei der deutschen Post herrscht noch immer die gute alte Beamtenmentalität, was sich an unzähligen Beispielen festmachen lässt.

Zunächst mal der ewige Klassiker unter den Post-Aufregern: Die Paketzustellung. Anstatt der neuen DVD oder einer glücklich ersteigerten Platte von ebay gibt es im Briefkasten einen schönen blauen Zettel. “Leider konnten wir ihnen die Lieferung nicht aushändigen, Sie können sie abholen in Filiale xy hinter den sieben Bergen nächste Ausfahrt vor Timbuktu”. Und natürlich ein Kreuz bei: “HEUTE JEDOCH NICHT!” Nicht selten ist das sehnlichst erwartete Paket dann am nächsten Tag trotzdem nicht da, Den gesamten Text lesen »

Energiesparlampen EU-Idiotie

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Schrott: Energiesparlampen. Oh ja, vielen Dank dafür, verehrte EU. Macht Ihr eigentlich nur so fortschrittliche Dinge wie die völlig sinnlose Einheitlichkeit der Polizeiuniformen festzulegen und kontraproduktiven Bullshit zum polnischen Räucherkäse zu verzapfen? Für’s Denken werdet Ihr offensichtlich nicht bezahlt.

Warum mich die Energiesparlampen so stören? Die sind ja noch hässlicher als mancher Dienstwagen in Brüssel. Wahrscheinlich soll mit der gesparten Energie der erhöhte CO2-Ausstoß der schwarzen Luxus-Hobel kompensiert werden. Ökotrottel. Denn tatsächlich besitze ich eine wunderschöne Lampe, deren silberbedampfte Glühlampen in das verchromte Lampendesign stimmig

Energiesparlampen machen Glühbirnen kaputt ©flickr / laszlo-photo
integriert sind. Da werden diese unfassbar hübschen rohrartig oder gar spiralförmig gestalteten Energiesparlampen in ihrer Milchgesicht-Farbe ja bestimmt richtig toll drin aussehen. Weswegen ich, wie so viele Bürger dieses Landes, die ebenfalls keinen gesteigerten Wert auf Ästhetik für Vollidioten legen, mir einen kleinen Vorrat der guten alten Glühbirnen zugelegt habe.

Energiesparlampen Hamsterkäufe völlig gerechtfertigt

Nicht nur, dass diese klassischen Glühbirnen viele kostengünstiger in der Anschaffung sind, es ist auch nicht mal halb so schlimm, wenn sie tatsächlich Den gesamten Text lesen »

Ungestreute Fahradwege im Winter

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Es wird wieder Winter. Matschige Teppichböden gesellen sich zu munteren Rutschpartien. Unzählige gebrochene Knochen und laufende Nasen runden das Bild ab. Das Schlimmste jedoch ist der Versuch, auf vereisten Fahrradwegen voranzukommen.

Für einen Menschen, der auch im Winter nicht auf sein Rad verzichten möchte, gibt es einige Hürden, die den Weg ausgesprochen interessant gestalten: Entweder man versucht durch den Schneematsch so gut es geht vorwärts zu kommen, was in etwa so ausssieht, als würde man sich aus Treibsand befreien wollen, oder man kommt von einer gut gestreuten Straße auf eine, bei der bisher nichts passiert ist, so dass man spontan ins Schlingern gerät. Es gibt natürlich auch die umgekehrte Variante, bei der man durch “Blitz-Salz” sofort gestoppt wird und über den Lenker absteigt. All dies natürlich gerne im Dunkeln und umringt von Autofahrern, die nicht nach links oder rechts gucken.

Fahrrad im Winter © Flickr/Paulina.S

Dass Autofahrer sobald die erste Schneeflocke sanft über den grauen Himmel weht, völlig panisch sind, ist ein altbekanntes Problem, dem man sich durch ein wenig Umsicht entziehen kann. Dass aber die Stadtreinigung noch nach Wochen völlig überfordert ist und es nicht schafft, ihre kleinen Krümel flächendeckend zu streuen, ist lebensgefährlich. Nicht nur unsichere ältere Mitbürger, die auf ihren Wegen zum Rentner-Einkauf wie auf Eierschalen laufen, sondern auch todesmutige Fahrradfahrer sind beliebte Opfer der allgemeinen Planungs-Inkompetenz.

(Zur Ehrenrettung darf natürlich auf Versorgungsengpässe und Sparwut eingegangen werden. Dem Radfahrer dürfte dies allerdings einigermaßen egal sein, wenn er wahlweise von der Eisbahn auf den Schotterplatz fährt oder einen unfreiwiligen Slalom absolvieren muss.)

Man könnte auch argumentieren, dass es von vornherein keine gute Idee ist, bei Minusgraden Fahrrad zu fahren: Man friert sich wer weiß was ab, der Bart bildet kleine Eiskristalle und von den Erkältungserscheinungen durch die Verbindung von Kälte und Schwitzen auf dem Rad möchte man gar nicht reden. Dennoch sollte man auf diese Fortbewegungsmöglichkeit nicht aus fremder Leute betriebswirtschaftlichen Gründen verzichten müssen.

Dazu muss man auch das Rad nicht neu erfunden, sondern lediglich Salz an der richtigen Stelle gestreut werden.

Das Bürgeramt, oder: Motzt du schon oder streikst du noch?

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Das Bürgeramt ist Anlaufstelle für die Bürger, ist also sozusagen eine Dienstleistungseinrichtung. Dennoch, mit den Grundpfeilern gelungener Dienstleistung ist es manchmal weit her.

Mit Ämtern und ihren Beamten war es schon immer so eine Sache. In Witzen werden sie böse verschaukelt und in der Meinung der meisten Mitmenschen stehen unsere Staatsdiener nicht besser dar. Doch was führt zu dieser Einstellung? Wenn wir umgezogen sind, kleben sie uns liebevoll einen Aufkleber auf den Personalausweis. Wenn wir ein Gewerbe anmelden wollen, nehmen sie gerne die Gebühr entgegen. Fröhlich lächelnd und gut gelaunt, dürfte man meinen, denn schließlich sind sie frei von Arbeitsplatzsorgen und finanziell gut bedacht worden.

Doch da scheinen sie anderer Meinung und streiken in zwölf Berliner Bezirken. Ihr gutes Recht, denn das allgemeine Streikrecht ist ein hart umkämpftes Gut und ein probates Mittel, sich über die Übermacht des Vorgesetzten zu wehren.
Doch führt einen der Weg in Tagen des Streiks dennoch unwissend ins Bürgeramt, sei es weil man neu in der Stadt ist oder weil man eine dringende Angelegenheit zu regeln hat, so erlebt man sein blaues Wunder! Keine erkenntlichen Hinweise vor der Tür, nur eine genervte Dame im Sekretariat. Sie nutzt auch zugleich die Chance, einen über die Unmöglichkeit des eigenen Anliegens in Kenntnis zu setzten. Dabei bedient sie sich allen gängigen Stilmitteln der Unfreundlichkeit: Fauchen, Kratzen, Sprachlosigkeit, also völlige Erfüllung des Klischees.

So kann ich nur sagen folgendes sagen.
Verständnis für Arbeitskampf: Ja! Verständnis für Unverschämtheit: Nein!

Das Studenten Bafög

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Eine der fundamentalsten Einsichten im Leben, die den zynischen Erwachsenen vom hoffnungsfrohen Kinde trennt, ist die, dass auf einer gewissen Ebene alles Mist ist. Dinge, die auf den ersten Blick wie zum Wohle der Menschheit gemacht erscheinen, entpuppen sich bei näherem Hinsehen als maximierte Enttäuschung hinter leeren Versprechen.

Bestes Beispiel: Das Studenten Bafög.

Eine tolle Sache. Da wird Lernwilligen die Chance geboten, nach ihrem Abitur den Weg des Hochschulstudiums einzuschlagen, indem ihnen der Staat finanziell unter die Arme greift. Das Studentische Bafög ist sozusagen das, was den Sozialstaat unserer Väter abhebt von den schrecklichen Verhältnissen der Nachbarländer.

Konkret ausprobiert, wandelt sich der Traum von echter Unterstützung dann ziemlich schnell in ein bürokratisches Wirrwarr mit anschließendem “What the FUCK?”-Effekt. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass das BaföG-Amt bei der Höhe der Unterstützung berücksichtigt, wieviel die Eltern verdienen? Das wusstet Ihr. Was aber ist, wenn die Eltern getrennt leben und der Vater sich den Unterhaltszahlungen seit Jahren durch Schwarzarbeit und Wohnungswechsel entzieht? Dann ist es Sache des potentiellen Studenten, sich darum zu kümmern. Oder wenn die Eltern genügend Geld hätten, dieses aber nie im Leben zahlen wollen und falsche Angaben in Sachen Einkommen machen? Dann soll der potentielle Student doch bitte sein Gehalt einklagen, alles was Recht ist.

Die hirnrissige und typisch deutschbürokratische “Nach dem Textbuch”-Mentalität greift auch in Sachen BaföG: So kommt es dazu, dass man erst seinen Antrag stellen kann, wenn man bereits an der Universität angenommen wurde. Bis zum Studienbeginn sind es da maximal zwei Monate. Das ist absichtlich so festgelegt, damit der Student ordentlich bangen und hoffen kann, bei der Beurteilung seines BaföG-Rechts gut wegzukommen. Es lässt sich nämlich nicht von vornherein sagen, ob er oder sie Unterstützung bekommt - vor allem die Höhe der zu erwartenden Unterstützung wird einem erst hinterher mitgeteilt. Wäre ja auch zu einfach, die Richtlinien für die Berechnung der BaFöG-Höhe allen zugänglich und öffentlich zu machen - das Internet ist bekanntlich vor allem dazu da, die Möglichkeit der freien Information schmackhaft zu machen, um sie dann zu verweigern. Siehe oben.

Unterstützungshöhen von 10 Euro sind keine Seltenheit. Da lohnt es sich eher, eine Bank auszurauben. Stundenlang Anträge auszufüllen, um sich hinterher von fettärschigen Göttinen auf dem Bafög-Sessel erklären zu lassen, die eigene Situation sei nicht vergleichbar mit der von Kindern in Afrika - Danke Deutschland!

Da kann man direkt froh sein, als Studienanfänger bessere Zeiten erlebt zu haben.

Das gute alte Bürgeramt

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Ich musste mal wieder aufs Amt. Es geht nur um eine Unterschrift. Aber egal worum es geht, beim Amt in Berlin ist das jedes Mal ein Krampf. Die Leute sind dermaßen eingeschränkt man glaubt es nicht. An der Information sass jemand der überhaupt nicht verstanden hat was ich wollte (ich meine nicht akustisch). Lange Rede kurzer Sinn, ich musste 90 Minuten auf meine Unterschrift warten. Die Zeit selbst ist nicht so schlimm, viel schlimmer war es, als ich um 10:00 Uhr vom Klo wiederkam und ne Menge gackernder Amtsweiber mit nem Kaffee in der Hand in ihr Büro gehen sah.

Da kann einem echt der Kragen platzen. Schlimmer ist es wahrscheinlich nur im Arbeitsamt. Diese ganzen Möchtegern Beamten denken wohl echt wir sind noch in den 80igern. Alle Welt ackert, das Ladenschlussgesetz fällt und die machen Frühstück und wahrscheinlich auch nachmittags ne fette Kaffeepause (bezahlt natürlich).

Ich glaube ich bin nicht der einzige der so denkt. Der Staat sollte mal seine Angestellten leistungsbezogen bezahlen, dann würde man nämlich nicht so von oben herab behandelt…

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