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Serviceoase Deutschland - Wir motzen dagegen an!

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Mit den Dienstleistungen ist das so eine Sache. Man schimpft oft und gern, freut sich im Fall der Fälle aber fast immer darüber, dass alles so gut und schnell erledigt wurde. Im Vergleich zu, sagen wir, Spanien. Oder Venezuela. Zum Glück gibt es Berufszweige, auf die man sich auch in Deutschland noch verlassen kann, wenn es ums Motzen geht.

Mein Favorit: Der klassische Maler. Dieser Mix aus einem Künstler und einem Handwerker besitzt Charme, ähnlich dem eines All-In-One-DVD-Players: Er kann alles, aber nichts so richtig. Wenn er nach der Wandfarbe gefragt wird, kommt er ins Schwärmen - da mit dem und dem Ton würde bei den und den Lichtverhältnissen die und die Wirkung erzielen - wenn man vorher noch die halbe Inneneinrichtung verkaufen und die dem Licht den Einfall verwehrende Betonmauer abreißen würde.

In jedem Maler steckt ein verhinderter Künstler. Das ist der Grund, warum der gesunde Menschenverstand instinktiv das Gespräch meidet, um nicht die jahrelang unterdrückten Schwingungen zu aktivieren und sich mit ungewohnter Redseligkeit konfrontiert zu finden. In jedem Maler steckt aber auch ein Handwerker. Der redet dann davon, wie die Farbe auf die Wand muss. Gleichmäßig sollte es schon sein… Und überhaupt, hat mal jemand den Scheiß bemerkt, der ihm hier anstatt echten Werkzeugs in die Hand gedrückt wurde? Wie kann ein Profi so arbeiten?

Dabei geht es eigentlich nur darum, die verdammte Wand zu weißen. Gleichmäßig, meinetwegen. Weiß sollte sie sein, ja. Nicht zuviel Farbe, nein. Ja, das nächste Mal mache ich es selbst. Vielen Dank.

Volle Messen - blanke Nerven und die IFA 2008

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Es scheint schon fast Absicht zu sein, dass manche Messen und speziell die IFA in Berlin, einfach zu voll geraten. Die Leute drängen sich durch den Eingang, nehmen an Ständen Flyer und Info - Material mit und schieben sich wie eine zähflüssige Lavamasse durch die Halle.
Für wirklich Interessierte an solchen Messen bedeutet das einen Mangel an wirklicher Betreuungs- und Beratungsmöglichkeiten.

Loewe Messestand © Flickr /jazzlog

So ist auch auf der diesjährigen IFA 2008 nichts anderes zu erwarten, zumindest für manche Stände.
Wobei diese Messe mit manchen Kilometerweiten Hallen, die mit nichts außer Flatscreens und Flat - TVs gefüllt sind, sowieso etwas langweilig geworden. Viele Highlights sind doch schon lange keine Höhepunkte mehr, sondern das Selbe wie letztes Jahr - nur in Grün.

Olympiade in Peking 2008 - noch nie war Olympia so langweilig

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Fußball in OlympiaChinesen, die Menschenrechte verletzen… eine der imposantesten Eröffnungsfeiern der Welt… jaaa. Okay. Na und? Turmspringen, Bockspringen, Hürdenspringen - ist für mich alles das Gleiche geworden.

Seit wann ist Olympia so langweilig? Ob es am Austragungsland liegt? Ist China möglicherweise einfach zu weit von uns entfernt? Daran kann es eigentlich nicht liegen.

Ich muss nur den Fernseher einschalten, und mir die gewohnten Moderatoren, die irgendwelche Tabellen mit Punkteständen kommentieren, ansehen - schon schlummere ich sanft neben dem Couchkissen. Das ist abends ganz praktisch, um abzuschalten. Es wird aber nicht im Geringsten dem ganzen Hype um das größte Sportereignis des Jahres gerecht.

Liegt es wirklich nur an mir? Worum geht es denn bei der Olympiade? Da wären zum einen die Medaillen. Die räumen reihenweise die Chinesen ab. Gähn. Dann die Weltrekorde. Die räumt reihenweise Michael Phelps ab. Gäähän. Natürlich geht da alles mit rechten Dingen zu und der Jubel ist berechtigt. Gähnen und Kieferkrampf.

Für mich ist die Olympiade 2008 ein Abziehbild der globalen Entwicklung des Sports. Alles ist irgendwie vorhersehbar. Alles ist millionenschwer. Alles funkelt, jubelt und protzt. Die Sportler sind austauschbar, werden in einigen Jahren rückwirkend des Dopings überführt und müssen die Medaillen wieder zurückgeben, die dann in den Kellern des IOC verstauben.

Bundesligaspieler dürfen nicht zu Fußball Olympia - peinliches Kräftezerren der Verbände

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Zur Zeit ist ein merkwürdiges Kräftemessen im Gange. Die Vereine der deutschen Bundesliga haben keine Lust, ihre Spieler in der Vorbereitungsphase an die Olympiade abzustellen. Ein Typ namens Rogge im Olympiakommitee pocht gegenüber den Vereinen auf die Abstellung aller Spieler unter 23.

Und was wollen die Spieler selbst? Die fragt heute eh keiner mehr, oder? Wie um Spielfiguren wird um die Fußballer gestritten, dabei ist den Vereinen und dem Komitee der Mensch selbst herzlich egal, Hauptsache in ihrer Planung läuft alles glatt. Geld regiert die Welt. Das ist die uralte Erkenntnis des Tages. Auch und gerade beim Fußball bei Olympia 2008.

Dabei ist es doch für einen Spieler, der zeit seines Lebens in der Nationalmannschaft bestenfalls zweite Wahl ist, und primär bei der Olympiade spielen darf, weil die anderen Stars zu alt sind, DIE Gelegenheit. Für die Karriere. Für den Geist. Für das, warum er überhaupt Fußball spielt. Und die wird ihm jetzt verwehrt, weil es den Bundesliga-Trainern nicht in den Kram passt?

Man kann eine Menge sagen über diese Olympiade, man kann sich über China aufregen und das Komittee auf eine Vereinigung geldscheffelnder Lobbyisten reduzieren - aber dass man einen Sportler nicht mal zur Olympiade abstellen kann, das ist ein Witz.

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