Wiedermal über etwas aufgeregt?

Geteilter Kummer ist halber Kummer! Also schreiben Sie uns Ihren Aufreger, damit Sie wieder ruhig schlafen können und Anderen das Leid erspart wird.

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Mein PKW und ich - Werkstattprobleme sind doch die Schönsten

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Was waren das für Zeiten! Als ich mit meinem VW Golf, vom Vorbesitzer tiefergelegt und in blau, durch die Stadt gebrettert bin. Nichts konnte mich aufhalten, kein Berg war zu steil, kein Bürgersteig zu hoch und keine Kurve zu eng für dieses traumhafte Automobil.

Aber ich musste mich ja anpassen. Hätte ich doch auf die weisen Stimmen gehört. “So ein Auto findest du nie wieder!” sagten sie. “Wozu brauchst du denn ein neues?” fragten sie. Diese Stimmen sind die gleichen, die mir ab und an zuflüstern, ich solle doch etwas langsamer laufen, wenn ich bei Rot mitten durch den Verkehr zur gerade abfahrenden Tram sprinte. Sie schreien auch jedes Mal panisch auf, wenn ich im Begriff bin, eine für meinen Geldbeutel ungesunde Investition zu tätigen. Also einmal pro Monat…

Naja. Jedenfalls habe ich jetzt einen Fiat. Punto. Keinen Vw Polo. Das wäre ja vernünftig. Ne, ich hab mir einen Wagen gekauft, der von einer Firma produziert wird, deren Bosse von meinen Eltern noch mit Nudel-Überkonsum-Klischees in Verbindung gebracht wurden. Und, was soll ich sagen: Erwartungsgemäß gefällt dem Italiener das deutsche Klima nicht.

Mit der Lenkung ist irgendwas nicht in Ordnung. Schwammig und unkorrekt. Der Motor macht ein komisches Geräusch. Ich trau mich nicht, das Auto in die Werkstatt zu bringen, weil da was mit den Ventilen kaputt sein könnte und ich gehört hab, dass das echt teuer kommt. Zu allem Überfluss bekomme ich jede Woche eine Werbebroschüre meiner lokalen Werkstatt ins Haus, die mich aktiv an mein Autoproblem erinnert.

Wäre ich doch bei meinem Golf geblieben…

Barack Obama quatscht Berlin voll

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Das war schon letzte Woche, aber ich traue mich erst jetzt, darüber zu bloggen. Secret Service und so, ihr wisst Bescheid…

Barack Obama stand also vor der Siegessäule rum und hat so oft “Thank You” gesagt, dass auch der letzte Berliner sich dazu ermutigt gefühlt hat, in tosenden Jubel auszubrechen. Lektion Eins: Sich öfter bedanken im Leben, dann klappt das auch mit dem Szenenapplaus.

Außerdem hat Barack Obama gesagt, dass er die Atomwaffen abschaffen will. Peace United. Und Brücken, die von einem Land zum anderen die Kontinente überspannen und die Zivilisation in den letzten Winkel der Erde tragen werden. Lektion Zwei: Schön die Aspekte des eigenen Landes herausstreichen, die so zum letzten Mal vor fünfzig Jahren international repräsentativ waren.

Schließlich, nach einer Menge friedlicher Brücken, rückte er mit einem weniger schönen Thema heraus. Die Deutschen sollen gefälligst ihren pazifistischen Horchposten verlassen und sich aktiv an den Militäreinsätzen beteiligen. Und auch hier: Jubel der Menge. Lektion drei: Die wirklich wichtigen Dinge erst nach einer Weile loslassen, dann jubelt die Masse trotzdem.

Hmmmmmmmmm… keine Ahnung, warum den Menschen alle als Heilsbringer und Friedensapostel feiern. Klar ist er besser als Bush, aber auch eine sprechende Atombombe, der ein schielender Ingenieur den Zünder entfernt hat, wäre besser als Bush. Was Obama als Präsident zu leisten im Stande ist, wird man sehen. Klar ist doch, dass er in erster Linie amerikanischer Politiker sein wird, dem deutsche Probleme herzlich egal sind.

Das Studenten Bafög

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Eine der fundamentalsten Einsichten im Leben, die den zynischen Erwachsenen vom hoffnungsfrohen Kinde trennt, ist die, dass auf einer gewissen Ebene alles Mist ist. Dinge, die auf den ersten Blick wie zum Wohle der Menschheit gemacht erscheinen, entpuppen sich bei näherem Hinsehen als maximierte Enttäuschung hinter leeren Versprechen.

Bestes Beispiel: Das Studenten Bafög.

Eine tolle Sache. Da wird Lernwilligen die Chance geboten, nach ihrem Abitur den Weg des Hochschulstudiums einzuschlagen, indem ihnen der Staat finanziell unter die Arme greift. Das Studentische Bafög ist sozusagen das, was den Sozialstaat unserer Väter abhebt von den schrecklichen Verhältnissen der Nachbarländer.

Konkret ausprobiert, wandelt sich der Traum von echter Unterstützung dann ziemlich schnell in ein bürokratisches Wirrwarr mit anschließendem “What the FUCK?”-Effekt. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass das BaföG-Amt bei der Höhe der Unterstützung berücksichtigt, wieviel die Eltern verdienen? Das wusstet Ihr. Was aber ist, wenn die Eltern getrennt leben und der Vater sich den Unterhaltszahlungen seit Jahren durch Schwarzarbeit und Wohnungswechsel entzieht? Dann ist es Sache des potentiellen Studenten, sich darum zu kümmern. Oder wenn die Eltern genügend Geld hätten, dieses aber nie im Leben zahlen wollen und falsche Angaben in Sachen Einkommen machen? Dann soll der potentielle Student doch bitte sein Gehalt einklagen, alles was Recht ist.

Die hirnrissige und typisch deutschbürokratische “Nach dem Textbuch”-Mentalität greift auch in Sachen BaföG: So kommt es dazu, dass man erst seinen Antrag stellen kann, wenn man bereits an der Universität angenommen wurde. Bis zum Studienbeginn sind es da maximal zwei Monate. Das ist absichtlich so festgelegt, damit der Student ordentlich bangen und hoffen kann, bei der Beurteilung seines BaföG-Rechts gut wegzukommen. Es lässt sich nämlich nicht von vornherein sagen, ob er oder sie Unterstützung bekommt - vor allem die Höhe der zu erwartenden Unterstützung wird einem erst hinterher mitgeteilt. Wäre ja auch zu einfach, die Richtlinien für die Berechnung der BaFöG-Höhe allen zugänglich und öffentlich zu machen - das Internet ist bekanntlich vor allem dazu da, die Möglichkeit der freien Information schmackhaft zu machen, um sie dann zu verweigern. Siehe oben.

Unterstützungshöhen von 10 Euro sind keine Seltenheit. Da lohnt es sich eher, eine Bank auszurauben. Stundenlang Anträge auszufüllen, um sich hinterher von fettärschigen Göttinen auf dem Bafög-Sessel erklären zu lassen, die eigene Situation sei nicht vergleichbar mit der von Kindern in Afrika - Danke Deutschland!

Da kann man direkt froh sein, als Studienanfänger bessere Zeiten erlebt zu haben.

Michael Ballack heiratet und hat jetzt auch fertiggegessen

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Unglaublich, welche Nachrichten heutzutage die Schlagzeilen machen. Da hat unser ewiger Zweiter, Michael Ballack, Versager der Herzen und ausdrucksstarker Kapitän des Nationalteams, es endlich geschafft, nach 10 Jahren Beziehung seine Partnerin zu ehelichen.

Da wird ein Aufstand drum gemacht… Zuerst heiratete Ballack auf dem Standesamt, ließ sich dann gestern in vollem Pomp kirchlich trauen. Dann - endlich! - die Meldung, Ballack habe seine dreitätige Hochzeit mit einem großen Brunch beendet. Zwischendurch ist wohl sogar Elton John zum Live-Konzert eingeflogen worden. Das Ganze am Starnberger See.

Lieber Herr Ballack! Hätten Sie nicht vielleicht zur EM weniger spät aus dem Formtief herauskommen können? Gegen die Spanier den Leitwolf/Stier markieren und den Gegner so einschüchtern, dass aus der Europameisterschaft in diesem Jahr auch mal was geworden wäre?

Stattdessen jetzt diese endgültige Adelung Ballacks in den Stand der Fußballpromis. Als nächstes steht wohl Dinner mit Becks und Vicky auf dem Programm und es wird über eine Kombi-Modelinie diskutiert. Ist ja auch richtig so… wozu noch erfolgreich Fußball spielen, wenn man doch drei Tage Hochzeit feiern kann?

Fahrräder blockieren den Hausflur

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Es reicht. Ernsthaft, ich zieh aus. Ich suche einen Nachmieter, ich streiche die Wohnung wenns sein muss, aber dass ich mir jeden Morgen diese Tortur antue, meine Persönlichkeitsrechte mit Füßen getreten werden… warum bin ich der EINZIGE, der ein bisschen Acht gibt auf die täglichen Regeln?

Wozu gibt es denn Hausregeln, wenn sich keiner daran hält? Oh… ihr seit auch da. Hi. Könnt ihr mir vielleicht helfen, diesen Altmetall-Berg zu entsorgen? Das bisschen Radspeichen und Reifen stört euch dabei hoffentlich nicht. Ja, nein, das ist Schrott. Die Ähnlichkeit mit Fahrrädernn ist rein zufällig, einfach da auf den Container… wie? Nein, ich bin mir sicher, dass das keine Fahrräder sind, warum würden die sonst im Hausflur stehen? Direkt vor meinem Briefkasten? Direkt vor dem Eingang? Seht ihr hier irgendwo ein Schild “Alternative Tour de France Haltestelle”? Eben. Also den Vorschlaghammer gezückt und zur Sache.

Oh, ich glaube ich habe einen Menschen getroffen. Ge-Vorschlaghammert, quasi. Zum Glück hatte er einen dieser sündhaft teuren Radhelme auf. Der ist jetzt Schrott, aber der Mensch ist noch ganz. Na, so ein Glück… den Kerl kenne ich, der schläft hier ab und an. Damit er aus dem Schatten hervorspringen und einen belehren kann, wenn man sein Fahrrad rein versehentlich mit dem falschen Fuß erwischt, weil es morgens im Weg steht. Ohne seinen Helm sieht er gar nicht mehr so bedrohlich aus. Wo ich schon dabei bin, vorschlaghammere ich auch noch sein Ersatzfahrrad, welches den Durchgang zur Kellertüre versperrt. Sicher ist sicher. Weil ich gerade so in Fahrt bin, gehe ich noch in den Keller und vorschlaghammere die Kiste mit den Luftpumpen und dem Reifenflickzeug. Die Ersatzräder für das Ersatzfahrrad braucht auch keiner mehr. Zwischendurch muss ich Pause machen, weil der nette Mann vom Schrottabholdienst einen neuen Container besorgen geht.

Mittlerweile ist mir die geballte Menschenmenge vor unserem Haus aufgefallen. Durch sie bahnen sich sehr konsequent dreinschauende Herren im weißen Kittel. Mal sehen, was die zu meiner Neuordnung der Platzverhältnisse im Hausflur sagen…

Brigitte Nielsen

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Ich weiß gar nicht, warum, aber zur Zeit bin ich eingeschossen auf TV-Themen. Liegt irgendwie daran, dass ich, trotzdem ich dieses Medium nicht sonderlich mag, am Sonntag viel zu oft beim Durchzappen hängenbleibe.

Gerade die ABC-Promis dieser Welt geben einfach ein viel zu gutes Ventil ab. Man kann endlos über sie motzen, also wundert euch nicht, wenn ich in nächster Zeit mein verbales Zielfernrohr verstärkt auf diese Gattung richte.

Brigitte Nielsen. Da war doch mal was… Eine der hübschesten Frauen der Welt. Vor 20 Jahren. Jetzt will sie noch ein bisschen Ruhm abgreifen und unterzieht sich dafür einer Schönheits-OP, RTL-Fernsehteam inklusive. Damit ist auch der nächste Star aus alten Tagen ins Räderwerk geraten. Was sich die Nielsen aktuell im TV leistet, ist so peinlich, dass ein kleines bisschen Vergangenheit stirbt. Gedanken an ihre großen Auftritte, an den Glamour und Ruhm, den sie ihrerzeit durchaus hatte.

Warum muss sie das alles wegwerfen? Es gibt doch sicher auch angenehmere Arten, sich sein Geld zu verdienen, als Massen von drögen Fernsehzuschauern dabei zusehen zu lassen, wie ein Chirurg einem das berühmte Gesicht zerschnippelt.

Transformation im TV - aus Brigitte Nielsen wird … was nur?
Ich möchte von verfrühten Schlussfolgerungen absehen, sicher ist aber, dass dieser Auftritt einen Tiefpunkt in ihrer Karriere darstellen wird. Wenn sie Pech hat, sogar den Punkt, an dem sie endültig abgestürzt ist.

Raucherkultur in Deutschland

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Das Rauchverbot in Deutschland hat das Land mittlerweile gespalten. Natürlich ist es lobenswert, wenn man die Menschen hierzulande vor schädlichen Einflüssen schützen und somit die Kosten für Gesundheit senken möchte, jedoch darf man nicht vergessen, dass Rauchen auch ein wichtiger Bestandteil der Kultur ist. Wenn ich an frühere Zeiten denke, wo die Denker und Lenker des Landes nie ohne einen Glimmstengel in der Öffentlichkeit zu sehen waren, treibt mir das Rauchverbot die Tränen in die Augen. Wenn wahre Ikonen des Rauchens, wie Helmut Schmidt, von der Presse gegeißelt werden, dann finde ich dies beschämend. Dieser Mann wird sich das Rauchen wohl kaum verbieten lassen – zu Recht wie ich finde.

Rauchen ist gemeinschaftsfördernd – dies sollte man nie vergessen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele menschliche Verbindungen mit der Frage nach Feuer seinen Anfang gefunden haben. Klar, jetzt trifft man sich vor dem Café oder dem Restaurant, aber was ist bei Regen, Schnee und Kälte? Habt einfach erbarmen und findet eine einfache Lösung für dieses Problem. Den Traum vom Schriftsteller-Café, wo man sich beim Lesen, Schreiben, Rauchen und Diskutieren getroffen hat, muss man nun ad acta legen. Die Raucher-Kultur stirbt aus, langsam und qualvoll.

Tyrannen Quartett - Mit Adolf Hitlers Todesopfern spielen

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Adolf Hitler sells.

Das haben sich wohl die Hamburger Regisseure Wagner und Kittel gedacht, als sie ihr “Tyrannen Quartett” rausgebracht haben, in dem neben Pol Pot, Josef Stalin und anderen Größen des Vernichtungs-Business eben auch der massenmordene Diktator des frühen 20. Jahrhunderts abgebildet ist.

Gewonnen hat nach den Quartettregeln, wer die meisten Leute umgebracht hat. Das ist nicht sonderlich lustig und auch nicht besonders provokant. Es ist genauer gesagt etwas für Enddreißiger oder meinetwegen frühe Vierziger, die die Qualen des Alters in den Knochen spüren und sich beweisen müssen, dass sie genauso, nein NOCH, revolutionärer, anarchistischer, zynischer und verkiffter sind als in ihren frühen Zwanzigern.

Nur so kann ich mir diesen kindischen Marketinggag erklären. Genau wie andere Produkte halbrechten Humors kommt dieses Quartett übrigens aus Hamburg. Habt ihr da oben zuviel Geld, zuviel Zeit, oder nur eine Art Humor, die man als Berliner nicht so recht teilen kann? Ich jedenfalls werde sicher nicht mit Adolf Hitler Quartett spielen.

Sterbehilfe durch Roger Kusch

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Mal wieder aufgeregt. Diesmal gehts um Dr. Roger Kusch. Der war mal Senator in Hamburg. Ähnlich wie dieser illustre Zeitgenosse verbrachte er einen Großteil seiner Amtszeit damit, rechtspopulistische Parolen unters Volk zu streuen und eine Partei zu gründen, die nach ihm selbst benannt war.

Jetzt ist er nicht mehr Senator in Hamburg und macht - wieder ähnlich wie Schill - durch Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam. Okay, es mag ein paar Leute geben, die sich über die Meldung freuen, dass Sterbehilfe in Deutschland jetzt endlich aktiv in der Öffentlichkeit propagiert und praktiziert wird. Die haben aber entweder die Nachrichten nicht richtig gelesen oder so lange in die Bong-Röhre geschaut, dass ihnen der letzte klare Gedanke durch die Ohren geflohen ist.

Was ist eigentlich passiert?
Herr Kusch hat eine Pressekonferenz initiiert, bei der er ein Video gezeigt hat. Auf diesem Video sieht man eine 79jährige Frau, die sich entschlossen hat, zu sterben. Sie erklärt ihre Beweggründe. Das Video dient Kusch als Argumentationsstütze. Er hat der Frau einen tödlichen Mix aus Malaria-Medikament und Beruhigungsmitteln verabreicht. Er will Werbung für seinen Verein “Sterbehilfe…” Ach komm, das reicht doch jetzt. Die drei Zeilen Fakten sind genug, weil in mir jede Faser danach dürstet, meinen Senf zu diesem Meilenstein der öffentlich ausgeschmierten Pseudo-Humanität zu geben.

Da setzt sich jemand hin und zeigt ein Video und verkündet ganz stolz “Ja, ich habe ihr geholfen, sich umzubringen!” Dieser jemand hat vorher eine selbst entwickelte “Tötungsmaschine” präsentiert und landesweit für Aufsehen gesorgt, weil er Sterbehilfe propagiert.

Was soll man dazu noch sagen? Das was sie da getan haben, lieber Herr Kusch, ist keine Sterbehilfe im klassischen Sinn. Sie haben einer physisch gesunden und psychisch angeschlagenen alten Frau beim Selbstmord geholfen. Wenn über Sterbehilfe diskutiert wird, geht es meistens um Menschen, die auf Krankenhausbetten liegen, deren Angehörige eventuell vor dem Schmerz einer langen Leidenszeit bewahrt werden könnten, oder die jeden Tag unerträgliche Schmerzen leiden müssen. Warum benötigte diese Frau “Sterbehilfe”? Sie benötigte Verwandte, einen Psychiater, eine Lesegruppe - aber doch keine Sterbehilfe?

Ich wünsche Herrn Kusch inständig, dass ihm noch eine Saulus/Paulus Erleuchtung zuteil wird. Dieses Ausnutzen eines derart sensiblen Themas zum Zwecke der Selbstdarstellung ist das Mieseste, was mir in letzter Zeit in der deutschen Medienlandschaft untergekommen ist.

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