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Energieverschwendung trotz drohender Klimakatastrophe

Gesellschaft Keine Kommentare »

In jedem Medium auf der ganzen Welt kann man von der drohenden Klimakatastrophe lesen. Firmen werben mittlerweile fast nur noch damit wie umweltfreundlich doch die Produkte sind. Auch Hersteller oder Dienstleister von Produkten wo man es gar nicht erwarten würde, wie z.B. der Hoster Hetzner. Es ist schon eine verrückte Welt dass man mit den gleichen Produkten wie vorher nun auf einmal die Umwelt schont!

Aber darum geht es in diesem Beitrag gar nicht. Es geht vielmehr um Energieverschwendung in einem Maße das nicht sein müsste.

Heute war ich unterwegs in einigen Einkaufszentren in Berlin. Angefangen beim Gesundbrunnencenter über Media-Markt in Wedding und so weiter. Da es nun noch Winter ist, ist man logischerweise ein wenig dicker bekleidet. In den Centern, egal welches ich heute besucht habe, ist es dermaßen stark geheizt dass man denken könnte es wäre der kälteste Tag im ganzen Jahr und wenn wir nicht zum glühen kommen würden wir erfrieren. Wirklich, mit einem normalen Pullover kam man sich vor wie in einer finnischen Sauna. Die Angestellten trugen zum größten Teil nur T-Shirt.
Jetzt frage ich mich, ob denn die Center so stark beheizt werden müssen und für wen das gut sein soll! Für die Umwelt wohl eher nicht.

Ich würde sagen, wenn denn die Kunden schon mit dickerer Kleidung rumlaufen, dann muss man nicht heizen als wären draußen sibirische Verhältnisse. Lieber Energie sparen und wirklich der Umwelt helfen!

Anglizismen everywhere?

Bahn 1 Kommentar »

An sich war ich auch schon bisher kein großer Freund von den zahlreichen Anglizismen, die unsere Sprache nicht nur bereichern, sondern – und dass nicht nur nach meiner eigenen Beobachtung - die deutsche Sprachlandschaft allmählich schon durchseuchen… Viele haben sich fast unmerklich eingebürgert, sind und nun wirklich unmerklich in Fleisch und Blut übergegangen wie die Angewohnheit davon zusprechen, das etwas „Sinn macht“, eine Lehnübersetzung von „making sense“ anstatt der deutschen und korrekten Form Sinn ergeben oder „sinnvoll sein“. Damit habe ich auch kein Problem.
Aber heute morgen war es dann einfach zu viel: Hätte ich eine Spraydose dabei gehabt, ich wäre vor laufenden Überwachungs-Kameras zum politischen Überzeugungstäter geworden und hätte das Schild geschwärzt, überlackiert, um gespritzt – und nein, ich hätte natürlich nicht gesprayt!!!
Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofes prangte Din-A4-groß und gut zuerkennen am Aufzug der Knopf, den man drückt, um den Fahrstuhl zu rufen. Sogar ein vierjähriges Kind versteht dass, ohne dafür eine bebilderte Anleitung oder gar einen Text zu brauchen…. Nur war aber jemand des S-Bahn-Design-Abteilung wohl der Meinung, eine so große und prominente Fläche dürfe man nicht ungenutzt lassen und beschriftete sie großbuchstabig mit dem unsäglichen Ausdruck

„TOUCH-POINT“!

Touchpoint
Bitte was??? Ein „Berührungs-Punkt“ auf öffentlichen Bahnanlagen?
Was soll ich dort? Wenn es im Sinne von „Meeting-point“ gedacht ist und ich dort andere Menschen berühren soll, finde ich das wenig passend.
Kommen nach den Raucherzonen nun die „Schmuse-Zonen“?
Will man mir nicht doch eher sagen, dass man mich dort berühren will? Ist zum Glück auch nicht passiert, ich habe es 120 Sekunden lang getestet. Bis ein Nutzer des Fahrstuhls kam, der drücket die überdimensionale Taste und siehe da- einzige Wirkung war, dass der Fahrstuhl seine Tür öffnete. „Touching“, also „berührend“, „anrührend“ oder gar „herzergreifend“, wie man das wohl am besten übersetzt, fand ich das nun gar nicht, der Fahrstuhlfahrer übrigens offensichtlich auch nicht.
Ich sorge mich seit heute morgen ernsthaft um die geistige Gesundheit der S-Bahnhofs-Designer und derjenigen, die so etwas widerspruchslos produzieren. Oder sind da die gleichen denglsichen Genies am Werk wie bei der Deutschen Bundesbahn, die für ihren Wust an schlechten und unnötigen Übersetzungen im Mix mit ungeschickten Pseudo-Englischen Wort-Neu-Schöpfungen schon reichlich Schelte einstecken musste?

Heimlich unterwegs

Bahn 1 Kommentar »

Wer täglich die öffentlichen Verkehrsmittel Berlins nutzt, wird ein paar Mal pro Woche kontrolliert.
Das bereitet mir Probleme. Nicht, dass ich keinen Fahrschein hätte. Aber die theatralischen Kontrolleure pflegen mich fast täglich aus meinem U-Bahn-Schlummer zu reißen. Ich fühle mich dann wie der Protagonist einer Kafka-Novelle; eines Vergehens bezichtigt, das ich nicht begangen haben, nicht kenne, aber trotzdem - verurteilt, und bald hingerichtet.
Fast 1.400 U-Bahn-Wagen transportieren jedes Jahr rund 457,9 Millionen Menschen; Tram, S-Bahn, Busse, Straßenbahnen und Fähren kommen gemeinsam auf etwa dieselbe Zahl. Summa summarum: Die Berliner Verkehrsbetriebe befördern im Jahr fast eine Milliarde Passagiere. Regelmäßige Kontrollen sind verständlich. Kaum je erlebe ich eine Kontrolle, bei der nicht wenigstens ein Schwarzfahrer erwischt wird - soweit, so gut. S-Bahn fahren
Wieso die Kontrolleure aber immer so, äh, brutal vorgehen - kaum haben sich die Türen geschlossen, fährt der bislang unauffällige, wenn auch gut durchtrainierte Kerl herum und verkündet mit schnarrender Stimme “Diiiiiiiiiiiiiieeeeeeeee Faaahrscheine. BITTE.” - kann ich nicht verstehen. Warum nicht ein bisschen dezenter? Ich habe jedesmal das Gefühl, eines schrecklichen Verbrechens überführt zu sein (obwohl ich meinen Fahrschein habe). Schweißausbrüche, unkontrolliertes Zittern und flacher Atem stellen sich augenblicklich ein. Wenn ich dann an der Reihe bin, sehe ich aus wie eine Kuh, der man das Bolzenschussgerät an den Kopf setzt. Meine Augen treten aus ihren Höhlen.
Ich glaube, ich steige wieder auf’s Fahrrad um.

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