Wiedermal über etwas aufgeregt?

Geteilter Kummer ist halber Kummer! Also schreiben Sie uns Ihren Aufreger, damit Sie wieder ruhig schlafen können und Anderen das Leid erspart wird.

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Warum endet gemeinschaftlicher Möbelaufbau immer im Streit?

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Ich habe mittlerweile meinen 18. Umzug hinter mir und das in nicht ganz 30 Jahren und wenn ich eines gelernt habe, dann das Möbelstücke mit Männern aufzubauen einem echten Höllentrip gleichkommt. Nicht das ich Männer nicht mag, ich liebe sie sogar, aber nicht wenn es um meine Möbel geht.
stabiler Schrank ©Flickr catlovers

Ich selbst würde mich als echten Umzugsprofi bezeichnen, ich kann anpacken, koordinieren wo die einzelnen Möbel hin sollen und ich bin der Meinung, ich kann jedes Möbelstück auch ordentlich wieder aufbauen. Jedoch, und das gebe ich gerne zu, hab ich bei einigen Teilen gern ein wenig Hilfe, nicht weil ich es allein nicht schaffe, sondern weil zu zweit alles einfach mehr Spaß macht. Aber bloß nie wieder mit einem Mann, das hab ich mir geschworen, ich lass lieber meine Mädels zu mir kommen und bei einem Glas Prosecco geht doch alles gleich viel einfacher.

Aufbau von Möbeln mit oder doch lieber ohne Anleitung?

Besonders schön ist die Aussage von Seiten der Männer, dass ja ihr räumliches Verständnis so gut und ausgeprägt ist, dass sie eine Anleitung zum Aufbau der Möbel nicht brauchen. So versucht man dann einen einfachen IKEA- Schlafzimmerschrank aufzubauen und stellt am Ende fest, dass das Gebilde eher einem Etwas mit vielen kleinen Beinen ähnelt, denn einem Schrank. Ganz fatal ist es nun von Seiten der Frau zu sagen, dass man es doch besser allein gemacht hätte, denn nun ist zappenduster im Karton. Mann fühlt sich so dermaßen in seiner Ehre gekränkt, dass nur noch ein Ausweg bleibt, die Anleitung sei eh falsch gewesen, in einer anderen Sprache geschrieben ( eine Seite weiter wäre es auf Deutsch gewesen, aber wenn ich das gesagt hätte…) oder wie soll man dass auch schaffen, wenn doch die Hälfte des Zubehörs fehlt. So bleibt einem als eigentlich recht toughe und kompetente Frau nichts anderes übrig, als das männliche Ego aufzubauen und ihm zu versichern, dass es natürlich niemals seine Schuld war.

Möbelaufbau mit meinen Mädels – betrunken aber fertig

So hab ich mich dazu entschlossen, niemals wieder mit einem Mann an die Sache ranzugehen, sondern meine Mädels einzuladen. Zwar dauert es meist ein wenig länger, aber dafür ist der Spaßfaktor fünfmal so hoch. Man redet, lästert, trinkt Prosecco und nebenbei bauen wir auch noch einen Schrank auf oder ein paar Regale an, ohne Geschrei, ohne Stress. Versteht mich nicht falsch, ich bin keine männerhassende Furie, ich mag nur einfach keinen Streß, dafür aber Möbel die ruhig und ordentlich in der Ecke stehen und mich nicht jedesmal an einen furchtbaren Streit erinnern.

Ja wissen sie, mir geht es prima

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Manchmal gibt es diese Tage, an denen findet auch der übelste Misanthrop, der geifernste Zyniker und stinkstiefeligste Schwarzseher alles gut. Wer hätte ahnen können, wie schön so ein Zahnarztbesuch sein kann?
Amaaaaaazing!   ©Flickr.com/Pink Sherbet Photography


Alles schön, vielen Dank

Es ist zwei Jahre her, dass sich der Druck in meinem unteren Backenzahn zum ersten Mal bemerkbar machte. Ich ärgerte mich gerade über den Karneval und biss genervt in den Berliner, den die Verkäuferin mir die ganze Zeit als “Pfannkuchen” andrehen wollte. Ich will gar nicht weit ausholen, denn dazu bin ich viel zu gut gelaunt. Machen wir es kurz: Zahnwurzelentzündung. Panische Angst vor dem Zahnarzt. LKW Ladungen Paracetamol - Bis mich mein Mitbewohner gestern zum Zahnarzt schickte.

Es war die Hölle. Ich meine, stellen sie sich das vor: 2 Jahre Müsli mit der Zunge bis zum Rachen umleiten, so dass ja kein Körnchen den Corpus Delicti berührte, 2 Jahre keine Petersilie, keine Toblerone, kein scharf…Allein beim Anblick eines Nüsse kauenden Menschen stiegen mir die Tränen in die Augen. Den gesamten Text lesen »

Boris Becker vs. Oliver Pocher

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Oder sollte es lieber heißen: Lily vs. Sandy. Es ist immer wieder interessant, wie sich Prominente im Fernsehen blamieren. Nach der offensichtlich nett gemeinten Beglückwünschung der Beckers zu der Geburt von Oliver Pocher und Sandy Meyer-Wöldens Tochter Nayla Alessandra per Videobotschaft, war es fast zu erwarten, dass der Komiker und frisch gebackene Papa diese Aktion nicht stillschweigend hinnimmt.

Zuschauer interpretierten Familie Beckers Glückwünsche als Schritt zur Versöhnung. Doch das Paar Pocher und Meyer-Wölden sahen diese Videobotschaft wohl als Affront an und konterten mit einem recht misslungenen und von vielen kritisierten Gegenschlag.

Familie Beckers Glückwünsche

Dabei wollten die Beckers doch nur zur Geburt der Tochter gratulieren und schon wird es zum Medienspektakel. Zugegebenermaßen war die Idee, ein Video zu drehen und zu veröffentlichen, nicht unbedingt die beste, zumal Boris Beckers Rhetorik auch nach ungezählten Logopädenbesuchen immer noch nicht medientauglich ist. Sein prägnantes ‘ähm’, ‘äh’ verkneift er sich zwar mittlerweile und doch sprach er in dem Video wie eine Schallplatte, die hängt. Seine Glückwünsche kamen alles andere als ernst gemeint an. Auch Lilys zusätzlicher Kommentar schien aufgesetzt und einstudiert.

Pochers unverschämte Antwort

Pünktlich zum Nachwuchs der Beckerfamilie konterte – wie zu erwarten - das Multitalent Oliver Pocher mit einer ähnlichen Maßnahme, schoss allerdings dieses Mal über das Ziel hinaus. Im gleichen Stil und mit fast identischer Wortwahl veröffentlichte auch er eine Videobotschaft, die jedoch Boris’ Nachricht durch den Kakao zog.
Aus Amadeus Benedict Edley Luis, dem Namen des Neugeborenen, machte er gleich Vierlinge. Auch Boris’ holpriges “Ich hoffe, eurer Tochter geht es gut und sie ist putz und munter.“ nahm Pocher auf die Schippe: “Das habt ihr toll gemacht. Und dann gleich Vierlinge. Damit konnte keiner rechnen. Ich hoffe, der Amadeus ist putz und munter, der Benedict wohl und auf, der Edley fröh und lich und der Luis hochzu und frieden.”
Zum krönenden Abschluss hat sich auch Sandy zu der Geburt geäußert und dabei in einem Playboy geblättert, auf dessen Titelseite das Model und Ex-Freundin von Oliver Pocher prangte. Somit war es nicht nur ein Schlag gegen die Beckers, sondern auch gegen Monica Ivancan.

Schlagabtausch zwischen Lily und Sandy

Sandys Seitenhieb (”gut, dass du dich für das alte und nicht für das junge Model entschieden hast”) blieb natürlich nicht unbeantwortet. Lily reagiert sofort und platzierte folgende Nachricht auf Facebook: “Wie wird man beim erste Date schwanger? Fragt doch Sandy!”

Versöhnung…weit gefehlt!

Von einer anfangs wohl angestrebten Versöhnung ist weit und breit nichts mehr in Sicht. Im Moment steht es unentschieden und viele warten nun auf den ‘Matchball‘.
Alles in allem ist das eine Schlammschlacht, die man sich hätte sparen können, aber dann hätte ich ja nichts mehr zu motzen gehabt. ;-)

Freundschaft – mehr als nur eine Müllkippe

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Wer kennt das nicht, Freunde die, sowie sie ein seelisches Problem drückt, auf der Matte stehen und einem erst einmal stundenlang den seelischen Müll vor die Füße kippen. Eigentlich gehört das Zuhören zu einer guten Freundschaft dazu, wie sieht es aber nun aus, wenn es nur auf Einseitigkeit beruht?

Freundschaft ©Flickr bike queen

Jeder hat mindestens einmal in seinem Leben Freundschaft geschlossen mit einer egoistischen Müllschleuder. Kaum haben sie ein Problem, und mag es noch so winzig sein, klingelt das Telefon und man wird zugetextet. An sich kein Problem, würde es nicht auf absoluter Einseitigkeit beruhen, denn hat man selber, aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer, einmal das Bedürfnis dem Freund sein Leid zu klagen, hat dieser, dummerweise, genau dann einfach keine Zeit. Da ist dann schon mal ein, vorher nie erwähntes, jetzt aber total nahe stehendes Familienmitglied im Krankenhaus, die Wohnung gerade am ausbrennen oder trotz Arbeitslosigkeit steht urplötzlich der Chef vor der Tür auf Grund eines unangemeldeten Geschäftsessens.

Freundschaft – ein Band fürs Leben?

Ein indisches Sprichwort sagt, dass für die Freundschaft von zwei Menschen, die Geduld von einem nötig ist. Macht man es sich damit nicht zu einfach? Heißt das nicht zwangsläufig, dass einer immer ein Stück weit der Fußabtreter des anderen sein wird? Ich war immer der Meinung, beziehungsweise hegte ich immer die Hoffnung, dass eine Freundschaft gleichberechtigt sein sollte. Ein Geben und ein Nehmen und nicht einer gibt und der Andere nimmt nur. Blöderweise wird man im Laufe seines Lebens eines besseren belehrt und stellt fest, dass es weniger Menschen gibt, die genau wie ich, einer Freundschaft einen hohen Stellenwert zollen, dafür aber viel mehr Menschen, die Andere egoistisch wie ein Taschentuch gebrauchen. Ist es voll genug, wird es einfach in den Müll geworfen. Aber ich verliere trotzdem nicht den Glauben an die Menschheit und die Freundschaft, irgendwann werde ich jemanden finden, der genau so tickt wie ich und dann werden wir uns gegenseitig vollschniefen, wie zwei alte, benutzte Taschentücher.

Promi-Kindernamen - Tendenz zum Absurden

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Ja, es ist mal wieder soweit, Boris Becker hat sich erneut fortgepflanzt. Sein Sohn Amadeus Benedict Edley Luis erblickte am Mittwoch das Licht der Welt in London. Ja, Sie haben richtig gelesen, diesen Namen haben Boris und seine Frau Lily dem armen kleinen Sprössling verpasst.

Kindernamen Marco Raaphorst©Flickr

Warum müssen Promis bei der Namensgebung immer übertreiben? Zugegebenermaßen gibt es Namen, bei denen man sich fragt, warum sie eigentlich nicht schon längst ausgestorben sind. Heute will doch keiner mehr einen Namen tragen, der vor 50 Jahren vielleicht mal gängig war. Natürlich gibt es auch starke Tendenzen zu außergewöhnlichen und wirklich schönen Namen, aber will man wirklich wie eine Obstsorte oder eine bekannte Stadt heißen?

Promi-Kinder haben es oft nicht einfach

Anscheinend hatte Boris Becker bei der Wahl der ersten drei Kindernamen nichts zu melden oder wie erklärt sich sonst die Namenswahl: Noah, Elias und Anna?! Wir wollen den Namen des jüngsten Nachwuchses natürlich nicht durch den Dreck ziehen, aber manchmal fragt man sich, was Promis dazu bewegt, so süße kleine Würmer mit solchen Namen fast schon zu bestrafen.

Wenn Mama oder Papa schon einen außergewöhnlichen Künstlernamen tragen, müssen sie bei der Wahl der Kindernamen natürlich diese Tradition fortsetzen. So hat Gwyneth Paltrow und Coldplay Frontsänger sowie Ehemann Chris Martin ihre Tochter Apple (Blythe Alison) genannt. Bob Geldofs Nachwuchs Fifi Trixibelle, Pixie Frou-Frou, Peaches Honeyblossom und Heavenly Hirani Tiger Lilly stellt sogar die Wahl Ochsenknechts in den Schatten: Wilson Gonzalez, Jimi Blue und Cheyenne Savannah. Auch Heidi Klum übertrifft sich mal wieder selbst. Nachdem ihre ersten beiden Kinder schon die Bürde auferlegt bekamen, Henry Günter Ademola Dashtu und Johan Riely Fyodor Taiwo zu heißen, legte sie bei Ihrem jüngsten Nachwuchs den Schongang ein und entschied sich für Lou Sulola.

Dagegen sind Städtenamen vergleichsweise putzig. So entschied sich Verona Pooth, ihren Sohn, anlehnend an die Erzeugungsstadt, San Diego (Franjo) zu taufen. Auch Ashlee Simpson scheint eine Affinität zu Städten bzw Stadtteilen zu haben, wie erklärt sich sonst Bronx (Mowgli)? Gesangstalent Gwen Stefani und Bush-Frontsänger Gavin Rossdale benannten ihren Sohn Kingston James, nach der Hauptstadt Jamaikas. Bei dem Namen Ihres zweiten Nachwuchses fehlen einem allerdings jegliche Erklärungsansätze: Zuma Nesta Rock.
Auch David Bowies Wahl Zowie Bowie oder Silvester Stallones Sohnemann Sage Moon Blood sind dagegen vergleichsweise harmlos.

Ja, und wenn wir schon mal bei dem Thema sind, dürfen natürlich Brangelina und ihre Patchwork-Familie nicht fehlen. Da wären: Maddox Chivan, Pax Thien, Zahara Marley, Shiloh Nouvel, Knox Léon und Vivienne Marcheline, wovon drei adoptiert und drei ihre leiblichen Kinder sind.

Dies sind nur einige der wirklich eigenartigen Namenskonstruktionen, für die sich gerade Prominente des öfteren mal entscheiden. Natürlich ist die Namensgebung jedem selbst überlassen, aber ‘motzen’ wird doch wohl noch erlaubt sein! ;-)

Bushidos Verfilmung ist nur ein billiger Abklatsch

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Nun ist es endlich soweit, Bushido hat nicht nur seine Biographie veröffentlicht, nein, sein Leben kommt nun endlich auch in die deutschen Kinos. Als hätten wir nur darauf gewartet.

Kein Kommentar ©Flickr thewaxgrid

Richtig ist natürlich, dass damals als Eminem ankündigte, sein Leben verfilmen lassen zu wollen und sich zudem auch noch selber zu spielen, ich es nicht für möglich gehalten hätte, dass dieser Film ein voller Erfolg wird. Sei es drum, so ist es nun mal, und ehrlich, ich finde, schlecht hat er wirklich nicht gespielt. Ob das nun ein Glückstreffer war, zeigte sich ein paar Jahre später, als sich der nächste amerikanische Rapper sich dazu entschloss, sein ach so schlimmes und von Gewalt geprägtes Leben der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ob sie nun wollten oder nicht. 50Cent spielte sich natürlich in seinem Film „Get rich or die tryin`“ auch selbst, zwar nur mit einem einzigen Gesichtsausdruck, aber immerhin recht amüsant.

Bushidos erster Streich
Nun hat sich also auch der erste deutsche Rapper gedacht, dass doch auch sein Leben äußerst interessant ist, eigentlich vergleichbar mit den Großen aus Amerika, und so spielt sich nun auch Bushido in seinem ersten Film selber. Seine emotionale Bandbreite ist ungefähr genauso ausgefeilt, wie die Sprache eines neugeborenen Babys. Ein cooler, immer starker, frauenanziehender Macho, so stellt sich Bushido schon in seinem Trailer dar und mit Sicherheit wird es im Laufe des Films nicht wirklich besser. Den Vergleich mit Eminem anstreben zu wollen ist, meiner Meinung nach, schon ein Frevel an sich, aber passend, da man hierbei wirklich erst die Klassenunterschiede bemerkt. Trotz einer Bernd Eichinger Produktion und besetzt mit hochkarätigen deutschen Stars ist dieser Film nichts anderes als ein Versuch, etwas darstellen zu wollen, was er einfach nicht ist, nämlich ein guter Rapper der sich dazu noch darauf versteht sein Leben in einen guten Film zu verpacken. Bushido versucht es zwar, jedoch gänzlich ohne Talent und einer Story die so platt ist, dass einem der Atem stockt.Für mich ist er ein Selbstdarsteller par excellence, jedoch ohne das dafür nötige Charisma. Die Collness springt einem förmlich durch die Leinwand an, so dass man eigentlich nur noch angewidert weg schauen möchte und so kann ich nur hoffen, dass der nächste Streich hoffentlich nicht folgen möge.

Partnerhoroskope – der Kampf der Sternzeichen

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Wer seinen Partner nur nach dem zu ihm passenden Sternzeichen aussucht, der verpasst vielleicht nicht nur die große Liebe, sondern ist zudem noch ziemlich eingeschränkt in seiner Wahrnehmung.

Sternzeichen ©Flickr Remko van Dokkum

Machen Partnerhoroskope Sinn, oder dienen sie letztendlich nur dazu einem das gute Gefühl zu geben, die richtige Wahl getroffen zu haben? Schließlich können Sterne ja bekanntlich nicht lügen. Aber kann man wirklich sagen, dass nur auf Grund eines bestimmten Geburtstages jemand zu einem passt, oder nicht? Schließlich gehört doch zum Zusammensein vielmehr als nur ein angeblich passender Charakter. Natürlich will ich nicht abstreiten, dass es mit Sicherheit gewisse Charaktereigenschaft gibt, die bei einigen Sternzeichen vermehrt auftreten und bei anderen weniger, aber der Mensch ist doch mehr als nur ein paar Eigenschaften. Was ist mit der berühmten Chemie, der Anziehungskraft, Liebe auf den ersten Blick, zählt das gar nicht mehr?

Partnerhoroskope- mehr Schein als Sein?

Das man vielleicht mal nach guckt, welches Sternzeichen denn nun perfekt zu einem passt, ist absolut nicht tragisch, gefährlich wird es meiner Meinung aber dann, wenn man sich nur noch darauf verlässt und alles andere beiseite schiebt. Wer seinen Partner danach aussucht, ob denn auch das Sternzeichen das Richtige ist, der sollte sich keinen Partner suchen, sondern einen guten Therapeuten. Eine gut funktionierende Partnerschaft besteht aus mehr als nur ein paar Eigenschaften die sich gut ergänzen. Dennoch gibt es im Internet eine unermäßlich große Anzahl von Seiten, die einem genau erklären, welcher Partner nun der Richtige für einen ist und welcher nicht.

Liebe ist mehr als nur ein passendes Sternzeichen

Letztlich gibt es kein Patentrezept für den richtigen Partner, weder mit Hilfe der Sternzeichen noch per DNA. Liebe ist etwas, was nicht auf eine Formel herunter gebrochen werden kann, entweder man verliebt sich, oder auch nicht. Und wenn man dann jemanden trifft, der einen umhaut und das Gefühl gibt, angekommen zu sein, dann sollte das Sternzeichen das Letzte sein, was einen noch interessiert. Den gesamten Text lesen »

Deutschland- ein Land der Kuriositäten

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Jeder der schon einmal im Ausland war, kam wieder nach hause zurück und konnte den Daheimgebliebenen einen ganzen Sack voll komischer kultureller Kuriositäten auspacken. Wer sich jedoch mal an den versuch wagt, seine eigene Kultur unvoreingenommen zu betrachten, der wird feststellen, dass auch die eigene Kultur ganz schön schräge Traditionen und Praktiken aufzuweisen hat.

Fahhradfahrer ©Flickr michfiel

Stellen sie sich einmal einen Sonntag im Sommer vor. Was sehen sie, wenn sie vor die Haustür gehen? Ganze Horden von Menschen treten bei schweißtreibenden 30 Grad im Schatten fleißig in die Pedale. Und mit welchem Ziel? Das ist es ja gerade, es gibt meistens kein Ziel. Der Vater auf seinem Fahrrad vorne weg, dann die Mutti und die Kinder johlend hinterher. Würden nun, sagen wir mal, ein paar Afrikaner, die unsere Kultur so gar nicht kennen, hierher kommen, was glauben sie, würden die sagen? Die spinnen die Deutschen… Warum fährt man denn, wenn man kein Ziel hat, welcher Sinn steckt dahinter?

Ein Volk feiert, aber was, sich selber, das Leben?

Ein anderes Beispiel sind die immer und überall stattfindenden Volksfeste. Bei Wind und Wetter trifft sich der Deutsche in einem provisorisch aufgestellten Zelt um sich ganz dem Genuss eines gelblich schimmernden und nach einer Weile völlig hemmungslos machenden Bieres hinzu geben. Man trinkt und singt, man schunkelt mit allem was nebendran sitzt, egal ob Freund oder Feind, und ab und zu fasst man der netten Dame von nebenan an den Hintern. Der Herr trägt, zumindest in den südlichen Gefilden, kurze Hosen, die nicht von allein halten, sondern von sogenannten Hosenträgern, an Ort und Stelle gehalten werden müssen. Die Frauen hingegen schnüren ihre Brüste bis zum Kinn, die Röcke hingegen schwingen in lockerer Form fast bis zum Boden.

Deutschland einig Humorland

Da soll noch mal einer sagen, die Ausländer sind komisch. Der Gang vor die Tür reicht manchmal schon aus, um den ganzen Tag etwas zu lachen zu haben. Und wer jetzt immer noch der Meinung ist, die Deutschen hätten kein Humor, dem kann ich leider auch nicht mehr helfen.

Heute frisch im Supermarkt:
Gemüse und Obst mit Fingerabdrücken

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Supermärkte bieten heutzutage alles, was man zum Überleben braucht. An allem kann man sich frei bedienen, auch an Obst und Gemüse - warum auch nicht?

An der Obst- und Gemüsetheke im Supermarkt spielen sich so manche Dramen ab. Dank der zivilisatorischen Errungenschaft des Massengemüse- und obstanbaus wird Gurke und Apfel zu unschlagbar günstigen Preisen verhökert. Egal, ob Winter, Sommer oder Karneval ist, die meisten Früchte gibt es das ganz Jahr über. Woher die Erdbeeren im Februar stammen, will ich gar nicht wissen – dahinter steckt sicher ebenfalls eine große Geschichte zum Meckern.

Früh übt sich an der Gemüsetheke ©Flickr/fazen

Öffnen der Plastiktüte? Kein Problem!

Pestizide, Farb- und Wachsstoffe sind ebenfalls eine ganz andere Baustelle. Man kann wohl schon froh sein, wenn die Banane noch zu 100 Prozent aus Banane besteht, und nicht aus synthetisch-weich-gelben Ersatzstoffen, die nach Krummfrucht schmecken. Immerhin dürfen die Gurken nun nach der EU-Gemüsenorm-Reform krumm und schief sein, wie sie wollen.
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Schlank ist nicht dünn

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Einigen bekannten Persönlichkeiten aus der Welt des hellen Scheinwerferlichtes wird ja mittlerweile nachgesagt, sie seien normalgewichtig, nicht dünn, sondern einfach normale Frauen. Natürlich im Vergleich zu den Magermodels mag das ja mit Sicherheit stimmen, aber wie sieht es im Vergleich zu wirklich normalen Frauen aus??? Und ich meine Frauen, keine „gerade-auf-dem-weg-dahin“ 20jährigen, sondern Frauen um die 30, vielleicht sogar mit Kind, aber ohne Personal Trainer und Privatkoch. Sind die denn alle nicht normal, weil ihr BMI jenseits der 18 liegt???

Ich weiß, ich weiß, schon wieder diese Diskussion, aber mich ärgert es, dass die Beispiele, die zumeist von den Medien gewählt werden, entweder dem einen extrem entsprechen, oder dem anderen.
Es gibt nicht nur dünn und dick, es gibt noch eine Stufe dazwischen, nämlich die Frauen, die sich immer wünschen, zu der einen Seite zu gehören, weil sie denken, sie wären schon längst auf der anderen Seite.
Wer suggeriert bloss all den Frauen, sie seien zu fett???? Den gesamten Text lesen »

Zum Klimagipfel im Privatjet

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Kaum ein Thema ist gerade so in den Medien vertreten, wie die Klimakonferenz in Kopenhagen. Wenn man sich jedoch die neusten Ergebnisse durchliest, stellt sich schnell Weltuntergangsstimmung ein. Die größten Klimasünder, die USA und China, zeigen sich wenig einsichtig.

Zum Klimagipfel im Privatjet  ©Flickr.com/AlexJohnson

Klimagipfel in Kopenhagen: Trotz gratis Bus, fährt man lieber Limousine
Der Klimagipfel in Kopenhagen weckt bei mir gemischte Gefühle. Trauer, Wut, Ärger und das Gefühl von Ohnmacht. Die Klima-Expertin Tina Löffelsend vom BUND erklärte, dass eine Emissionsminderung von 40% nötig sei, um der gefährlichen Erderwärmung entgegen zu wirken. Nicht mal die Hälfte gesteht die USA zu. Man will bei 17% bleiben. China bleibt ebenfalls bis zum Ende uneinsichtig. Schon jetzt sind die Leidtragenden die afrikanischen Länder und kleinen Inselstaaten, die die Folgen der CO2 Belastung in Form von Hungersnöten und erhöhtem Meeresspiegel direkt zu spüren bekommen.
Richtig wütend machte mich allerdings der Bericht darüber, dass kaum ein Teilnehmer von dem gratis Busservice vom Flughafen aus Nutzen macht. Statt dessen reist man in Privatflugzeugen und Luxuslimousinen. Total umweltfreundlich - klar. Den gesamten Text lesen »

Pärchen – guckt euch mal an!

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Sie sucht ihn nicht mehr, sondern hat ihn schon gefunden. Damit schaffen es die Verliebten, all ihre Bekanntschaften zu vergraulen.

Pärchen: Liebst du mich auch Bärchen? - Ja, mein mausepups ©Flickr / pedrosimoes7 Den gesamten Text lesen »

Weihnachtsmarkt nicht mal mit Glühwein zu ertragen

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Weihnachtsmärkte an sich sind völlig harmlos. Solange man keine aktiven Sinne mehr hat und weder sehen, hören, riechen noch fühlen muss, was da alles an einem vorbeiwabert.

Christkindlmarkt Nürnberg - schon klar, Weihnachtsmärkte bringen Freude ©Flickr / Allie_Caulfield
„Komm Schatz, wir gehen mal auf den Weihnachtsmarkt!“ Wem bei dieser Ankündigung Den gesamten Text lesen »

Panikmache bei der Schweinegrippe

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Die Schweinegrippe spukt wie ein unsichtbares Gespenst durch die Welt. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über den neusten Stand der Dinge in den Medien berichtet wird. Schulen werden geschlossen, Arztpraxen gestürmt…doch ich habe noch niemanden mit Schweinegrippe kennen gelernt. Oder doch?
Panikmache bei der Schweinegrippe   ©Flickr.com/didbygraham

Schweinegrippe is in da house
Vorgestern hat der Postbote ein Päckchen für meine Nachbarin bei mir abgegeben. Als ich dann am Abend mal klingelte, um es ihr zu bringen, macht Katrin mir die Tür nur einen Spalt breit auf. Im Hintergrund höre ich ihren dreijährigen Sohn Kevin wütend heulen. Misshandelt Katrin etwa ihren Sohn?
„Dem ist nur langweilig. Wir haben die Schweinegrippe und sitzen schon seit einer Woche zu Hause fest.“
Schock! Dann schau ich mir Katrin an. Ein bisschen abgekämpft und blass sieht sie schon aus, aber als würde sie in den letzten Zügen liegen, nee, so wirkt sie nicht. Der Kleine hat es aus der Kita mitgebracht. Als sie beim Arzt waren, hatte er seine Mutter schon angesteckt und für Tamiflu war es auch schon zu spät. Das bringe nur was in den ersten 2 Tagen, erklärt sie mir. Den gesamten Text lesen »

Männer-Kleidung: Wo zur Hölle gibt es gute und günstige?

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Frauen haben es beim Shopping unglaublich einfach: Auch wenn ihnen im riesigen Angebot nur maximal fünf Prozent aller Dinge gefällt, haben sie jede Menge Möglichkeiten, das Zeug zu kaufen und gut auszusehen. Bei Kleidung für Männer sieht das leider anders aus.

Männer Kleidung: Fön rein, im nächsten Leben wird alles besser! ©flickr / Kirsten Hartsoch
Herrenbekleidung ist, steht sie nicht in teureren Kaufhäusern unerschwinglichen Boutiquen oder beim klassischen Herrenausstatter, kaum noch zu finden. Beispiel: die schwedische Klamottenkette ha und em. Jeder Katalog strotzt vor Frauenkleidung, doch was ist mit Männer-Bekleidung? Auf vielleicht 20 Prozent der Seiten. Ein Großteil der Pullover trägt bekloppte Prints, und mit den albernen Skinny Jeans sehe ich aus, als würde es mir Spaß bereiten, meine Eier abzuklemmen. Hurra. Mit dem Rest könnte ich den männlichen Heulsusen von Popstars Konkurrenz machen. Zum davonlaufen ist das, genau wie diese Crocks. Zudem hat die Qualität der „schwedischen“ Herren-Kleidung stark nachgelassen. Und zwar mit Einstellung der wunderbaren Lad-Hosen. Die auch noch gut aussahen und saßen. Die aktuellen Jacken und Mäntel sind neutral, aber auch ein wenig zu farblos. Den gesamten Text lesen »

Wer will fett werden? Arbeiten hilft !

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Dick wollte ich nicht werden. Doch ich habe einen Sitz-Job am Computer und erwäge aus verschiedenen Gründen nicht, durch Sport abnehmen zu werden. Bin ich ein Hund, oder warum sollte ich nem Ball hinterher rennen?

Eine Diät kommt ebenfalls nur bedingt in Frage. Salat geht nur, wenn er vor allem aus Kartoffeln, sauren Gurken, Essig, Öl und Apfelstückchen besteht. Fleischsalat wäre eine Alternative, doch leider nur zum Zunehmen. Ein weiteres Problem stellt meine bessere Hälfte dar, die zum Dinner ganz hervorragend all das kocht, was mir sofort auf die Hüfte hüpft. Als Veganer hätte ich vermutlich gute Chancen, ihre deftige Hausmannskost zu verschmähen, doch als Freund von Fleisch, Fisch und Krustentieren fällt das natürlich flach. In Zukunft werde ich mich so vorstellen: „Hi, das da ist meine Süße und ich bin ihr fetter Freund.“
Abnehmen mit Salat: So weit kommt es noch! ©flickr / Laurel Fan

Die fette Sau

Die fette Sau wurde aus dem einstigen Spargeltarzan innerhalb eines Jahres, Den gesamten Text lesen »

Fremdgehen im Zeitalter des Überflusses

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Warum gehen wir fremd? Weil wir es können, wäre eine mögliche Antwort. Seitensprünge sind im Zeitalter des Überflusses eine Möglichkeit, dem reichhaltigen Angebot Herr zu werden.

Entschuldbar macht diese Theorie Fremdgehen dennoch nicht. Nur eben ein wenig menschlicher. Als Kinder standen wir im Süßigkeitenladen und wollten den größten Lutscher, das bunteste Bonbon und die sahnigste Schokolade und irgendwie ändert sich diese „Alles-meins“-Mentalität im Alter nicht grundlegend. Nur verlagern wir unser Interesse auf die Menschen um uns herum. Auch hier gilt: Wir stehen vor einer riesigen Auslage und wollen am liebsten das, was wir nicht kriegen können, weil es zu weit oben liegt.

Fremdgehen, robad0b©Flickr

Von Seitensprüngen und vollen Einkaufstüten
Das führt dann dazu, dass Menschen sich einfach so durch das Angebot futtern und scheinbar wahllos mitnehmen, was die Werbung ihnen schmackhaft macht und was sie kriegen können. Und das wiederum führt zu Seitensprüngen, denn die Mitnahme-Mentalität ist nicht automatisch gestillt, wenn die Einkaufstüten schon voll sind. Der Mensch neigt dazu, immer noch einen drauf zu legen. Das fängt am Abendbuffet im Billighotel mit vollen Essenstürmen auf Touristen-Tellern an und hört beim Seitensprung noch lange nicht auf. Dabei gehen auch Menschen manchmal fremd, die ihren Partner lieben: Der Alkohol ist da einer der Hautverdächtigen. Wenn wir trinken und die Hemmungen fallen, werden auch die Zweifel lauter: Ist das, was wir haben wirklich schon alles, oder geht da noch was?

Schämt euch, Fremdgänger!
Genug der Entschuldigung, wer fremdgeht, sollte sich nämlich trotzdem schämen. Denn obwohl das Angebot reichhaltige und die Auslage bunt und verlockend ist, wir sind dem Kindesalter entwachsen, jedenfalls biologisch. Mental ist das ja immer so eine Sache. Wir sind darüber hinaus weder Marionetten, noch Roboter, noch Sklaven unserer Zeit. Wir sind herausgefordert, aber es ist nicht unmöglich, zu widerstehen. Der Überfluss ist da, aber das Angebot allein muss ja noch nicht heißen, dass wir es nutzen müssen.

Pfusch im Atomkraftwerk Biblis

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Wieder macht ein deutsches Atomkraftwerk erschreckende Schlagzeilen. Ein ehemaliger Techniker im Atomkraftwerk Biblis berichtet von Pfusch und schlampiger Umsetzung bei Nachrüstungsarbeiten in wichtigen Bereichen des Reaktorgebäudes. Nach zahlreichen Störfällen im AKW Krümmel im Sommer liefert nun der älteste Reaktor der Bundesrepublik Grund zur Besorgnis. Er zählt mit 400 Meldung zu den drei störanfälligsten Atomkraftwerken des Landes.


Pfusch im Atomkraftwerk - Kurzschlüsse und falsche Messungen bei Umsetzung der Sicherheitsbestimmungen

Ein ehemaliger Techniker des Atomkraftwerks Biblis berichtete nach seiner Arbeit im Reaktor dem IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges - Ärzte in sozialer Verantwortung), es habe bei Änderungsmaßnahmen und Arbeiten an der Elektro- und Leittechnik erhebliche Abweichungen von den Plänen gegeben und es sei zu einem einzigen organisatorischen Chaos gekommen.

Pfusch im Atomkraftwerk Biblis   ©Flickr.com/Paul J Everett

Viele Mitarbeiter hätten schlichtweg gar nicht die nötige Routine gehabt, die Arbeiten durchzuführen und sich vor Angst, sich mit der Umsetzung strafbar zu machen, krank gemeldet. So sei es zu Pfusch in wichtigen Teilen des Reaktors gekommen, die vor allem für die Sicherheit z..B. bei Störfällen oder Fremdein-wirkungen (Stichwort Flugzeugabsturz, Terroranschlag..) verantwortlich sind. Leitungsver-bindungen sollen dabei regelrecht geschmolzen, viele Kurzschlüsse ausgelöst und falsche Messungen dem TÜV nicht gemeldet worden sein. Die skandalösen Anschuldigungen sind von dem vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebenen Ökoinstitut Freiburg geprüft und weitestgehend bestätigt worden. Die RWE, die das Atomkraftwerk in Biblis betreibt, bestreitet jedoch die Pfusch-Vorwürfe.

Atomkraftwerk Biblis ist nicht der einziger Pfusch-Reaktor
Nach den erschreckenden Störfällen kurz nach der Wiederaufnahme des Atomkraftwerks Krümmel diesen Sommer, die von den Betreibern nicht ordnungsgemäß gemeldet worden waren, stellt sich die Frage, wie verantwortungsvoll in den Reaktoren mit Sicherheitsbestimmungen und Störfällen umgegangen wird. Pfusch-Reaktor Biblis machte immerhin schon mit über 400 Fällen von sich Reden und zählt damit zu einem der anfälligsten Atomkraftwerken in Deutschland. Generell sei die technische Nachrüstung in den alten Reaktoren eben besonders schwierig. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln, dass die Schwarz-Gelbe-Koalition nach der Bundestagswahl 2009 an der Absage an den Atomausstieg festhält und sich fragen, wann die nächsten heimlichen Pfusch-Fälle in einem deutschen AKW durchsickern.

Neue Popstars-Staffel - Detlefs Marionetten

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Das junge Menschen mittlerweile als Berufsziel Superstar und Topmodel angeben, mag man belächeln. Überhaupt würden die Kandidaten sich ja freiwillig bewerben. Nach unzähligen Formaten und Staffeln müßte außerdem auch dem letzten Teilnehmer klar sein, dass der Ruhm am Ende der Staffel bestenfalls in einem hastig zusammengedrechselten Album verpufft, von dessen Verkaufserlösen die Kandidaten selbst dank Knebelverträgen wenig bis gar nichts abbekommen. Bei “Popstars” allerdings werden die Kandidaten mittlerweile dermaßen manipuliert, dass Jurychef Detlef Soost schon beinahe wie ein Sektenchef wirkt.

Wenn man Soost bei seinen Motivationsansprachen beobachtet, fragt man sich schon, wie irgendjemand ihn und sein ganzes hart-aber herzlich-Image überhaupt ernst nehmen kann. Er schafft es aber tatsächlich, dass die Kandidaten heulen, wenn es das Drehbuch verlangt, während Oberguru Soost ihnen den Kopf krault. Überhaupt kommt es nur darauf an, dass die Kandidaten sich möglichst stromlinienförmig der Dramaturgie der Sendung unterordnen. Kritik an den Befehlen von Soost ist immer ein Mangel an Willen Superstar zu werden. Wer nicht gehorcht kann im autoritären Popstars-System einpacken.
Traum vom Popstar / ῨᾂῄὐἄṜ ™©Flickr

Popstars - Mobben nach Plan
Konsequent wird dann auch eine “Kandidatin”, die den Traum vom Superstardasein nach Meinung von Chefaufseher D! und seinen Schergen nicht Ernst genug nimmt, systematisch als Hasskandidatin aufgebaut. Sie habe nur mitgemacht um mal Las Vegas zu sehen, so richtig Popstar werden sei gar nicht so ihr Ding, gibt sie offen zu. Das kann die Jury nicht auf sich sitzen lassen. Mit allen Mitteln der Gruppendynamik wird sie bei den Mitbewerbern madig gemacht. Vor versammelter Kandidatenschaft wird sie von allen Jurymitglieder abwechselnd runtergeputzt, sie stehle anderen Bewerbern die Chance, ihren Traum zu leben und verdiene gar nicht hier zu sein. Vorher wird sie allerdings noch zum Starfriseur geschickt, um den Neid der Mitbewerber anzustacheln. (Mitsprachrecht bei der Frisurengestaltung hat sie selbstverständlich nicht). Unter den hämischen Kommentaren ihrer Mitbewerber verabschiedet sie sich schließlich wie geplant aus der Show.

Leben unter dem System Soost
Zugegebenermaßen gehöre ich nicht zur Zielgruppe der Sendung und habe mit einer 3/4 Folge auch keinen wirklich repräsentativen Ausschnitt aus dem Wirken von Herrn Soost mitbekommen. Das bisschen, was ich gesehen habe, markiert aber einen neuen Tiefpunkt.
Dabei ist die bekannte Tatsache, dass in naiven Jugendlichen illusorische Träume geweckt und dann quotenträchtig zerstört werden nicht einmal mehr das Hauptproblem. Zu sehen, wie vollständig die Kandidaten sich dem Popstars-System unterordnen und wie unverhohlen das von den Machern ausgenutzt wird, ist noch viel gruseliger.

Jobverlust - Gekündigt wegen Frikadelle

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Eine Frikadelle vom Büffet gemopst, zwei Pfandbons einngesteckt oder 1,36 Euro zu wenig in der Kasse - Seit einiger Zeit häufen sich die Meldungen über Kündigungen wegen Lappalien. Das hat nicht zuletzt mit der Funktionslogik des Boulevardjournalismus zu tun.

Beim neuesten Fall handelt es sich um eine Sekretärin, die sich nach einer Geschäftsbesprechung eine übrig gebliebene Frikadelle vom Büffet gegönnt hatte und dafür prompt entlassen wurde.

Der Frikadellenfall - Die Funktionalisierung einer Meldung

Dass fadenscheinige Verweise auf den Abschreckungseffekt zur Rechtfertigung der eigenen Reaktion von Arbeitgeberseite ins Leere laufen, dürfte genauso klar sein wie die Tatsache, dass hier der geringste Anknüpfungspunkt genutzt wurde, um einen längst unliebsam gewordenen Mitarbeiter in die Wüste schicken zu können. Juristisch wird der jüngste Fall noch zu klären sein, moralisch ist er es längst, dafür hat die Boulevardpresse gesorgt. An dieser Stelle soll es auch gar nicht um die Geschehnisse selbst gehen, sondern um ihre Funktionalisierung in den Medien. Für die Boulevardpresse sind derlei “Meldungen” ein gefundenes Fressen. Geradezu idealtypisch lassen sich an ihnen drei Funktionsprinzipien dieser Art des Journalismus ablesen.
Kündigung wegen Frikadelle / ds-foto (bembelkandidat)©Flickr

Kündigung: Eine Lappalie als Aufreger - die perfekte Schlagzeile

Erstens handelt es sich um einen simplen Sachverhalt, der klar in ein gut-vs.-böse-Schema eingeordnet werden kann und keinerlei Hintergrundwissen notwendig macht. Auf der einen Seite böswillige Menschenschinder-Chefs, die jede Schwäche ihrer verängstigten Untergebenen ausnutzen, um sie ins soziale Elend abzuschieben. Auf der anderen Seite der hilflose Angestellte, von Grund auf ehrlich, zeit Jahrzehnten der Firma treu ergeben und nun der Willkür hilflos ausgeliefert.

Zweitens berührt das Thema eine Stimmung, die sowieso irgendwie in der Luft liegt. LIDL Überwachung, Manager-Boni, soziale Kälte. Alles scheint irgendwie zusammenzupassen, der Angestellte wird immer mehr geknechtet, die Führungsriege schafft sich die eigenen Spielregeln. Aus diesem diffusen Hintergrundrauschen erhält dann der Einzelfall zusätzlichen Auftrieb.

Drittens ein klarer Apell an die Affekte des Leser. Wütend muß man ja werden, bei derlei schreiender Ungerechtigkeit.

In seinem simplen schwarz-weiss-Schema ist eine solche Berichterstattung nur mit dem Stammtischbild des Politikers vergleichbar. “Die da oben” vs “Der kleine Mann”. Ein solcher Journalismus, der sich scheinheilig zum Anwalt der kleinen Leute stilisiert, ist so durchschaubar wie er leider auch erfolgreich ist.