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Bushidos Verfilmung ist nur ein billiger Abklatsch

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Nun ist es endlich soweit, Bushido hat nicht nur seine Biographie veröffentlicht, nein, sein Leben kommt nun endlich auch in die deutschen Kinos. Als hätten wir nur darauf gewartet.

Kein Kommentar ©Flickr thewaxgrid

Richtig ist natürlich, dass damals als Eminem ankündigte, sein Leben verfilmen lassen zu wollen und sich zudem auch noch selber zu spielen, ich es nicht für möglich gehalten hätte, dass dieser Film ein voller Erfolg wird. Sei es drum, so ist es nun mal, und ehrlich, ich finde, schlecht hat er wirklich nicht gespielt. Ob das nun ein Glückstreffer war, zeigte sich ein paar Jahre später, als sich der nächste amerikanische Rapper sich dazu entschloss, sein ach so schlimmes und von Gewalt geprägtes Leben der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ob sie nun wollten oder nicht. 50Cent spielte sich natürlich in seinem Film „Get rich or die tryin`“ auch selbst, zwar nur mit einem einzigen Gesichtsausdruck, aber immerhin recht amüsant.

Bushidos erster Streich
Nun hat sich also auch der erste deutsche Rapper gedacht, dass doch auch sein Leben äußerst interessant ist, eigentlich vergleichbar mit den Großen aus Amerika, und so spielt sich nun auch Bushido in seinem ersten Film selber. Seine emotionale Bandbreite ist ungefähr genauso ausgefeilt, wie die Sprache eines neugeborenen Babys. Ein cooler, immer starker, frauenanziehender Macho, so stellt sich Bushido schon in seinem Trailer dar und mit Sicherheit wird es im Laufe des Films nicht wirklich besser. Den Vergleich mit Eminem anstreben zu wollen ist, meiner Meinung nach, schon ein Frevel an sich, aber passend, da man hierbei wirklich erst die Klassenunterschiede bemerkt. Trotz einer Bernd Eichinger Produktion und besetzt mit hochkarätigen deutschen Stars ist dieser Film nichts anderes als ein Versuch, etwas darstellen zu wollen, was er einfach nicht ist, nämlich ein guter Rapper der sich dazu noch darauf versteht sein Leben in einen guten Film zu verpacken. Bushido versucht es zwar, jedoch gänzlich ohne Talent und einer Story die so platt ist, dass einem der Atem stockt.Für mich ist er ein Selbstdarsteller par excellence, jedoch ohne das dafür nötige Charisma. Die Collness springt einem förmlich durch die Leinwand an, so dass man eigentlich nur noch angewidert weg schauen möchte und so kann ich nur hoffen, dass der nächste Streich hoffentlich nicht folgen möge.

Partnerhoroskope – der Kampf der Sternzeichen

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Wer seinen Partner nur nach dem zu ihm passenden Sternzeichen aussucht, der verpasst vielleicht nicht nur die große Liebe, sondern ist zudem noch ziemlich eingeschränkt in seiner Wahrnehmung.

Sternzeichen ©Flickr Remko van Dokkum

Machen Partnerhoroskope Sinn, oder dienen sie letztendlich nur dazu einem das gute Gefühl zu geben, die richtige Wahl getroffen zu haben? Schließlich können Sterne ja bekanntlich nicht lügen. Aber kann man wirklich sagen, dass nur auf Grund eines bestimmten Geburtstages jemand zu einem passt, oder nicht? Schließlich gehört doch zum Zusammensein vielmehr als nur ein angeblich passender Charakter. Natürlich will ich nicht abstreiten, dass es mit Sicherheit gewisse Charaktereigenschaft gibt, die bei einigen Sternzeichen vermehrt auftreten und bei anderen weniger, aber der Mensch ist doch mehr als nur ein paar Eigenschaften. Was ist mit der berühmten Chemie, der Anziehungskraft, Liebe auf den ersten Blick, zählt das gar nicht mehr?

Partnerhoroskope- mehr Schein als Sein?

Das man vielleicht mal nach guckt, welches Sternzeichen denn nun perfekt zu einem passt, ist absolut nicht tragisch, gefährlich wird es meiner Meinung aber dann, wenn man sich nur noch darauf verlässt und alles andere beiseite schiebt. Wer seinen Partner danach aussucht, ob denn auch das Sternzeichen das Richtige ist, der sollte sich keinen Partner suchen, sondern einen guten Therapeuten. Eine gut funktionierende Partnerschaft besteht aus mehr als nur ein paar Eigenschaften die sich gut ergänzen. Dennoch gibt es im Internet eine unermäßlich große Anzahl von Seiten, die einem genau erklären, welcher Partner nun der Richtige für einen ist und welcher nicht.

Liebe ist mehr als nur ein passendes Sternzeichen

Letztlich gibt es kein Patentrezept für den richtigen Partner, weder mit Hilfe der Sternzeichen noch per DNA. Liebe ist etwas, was nicht auf eine Formel herunter gebrochen werden kann, entweder man verliebt sich, oder auch nicht. Und wenn man dann jemanden trifft, der einen umhaut und das Gefühl gibt, angekommen zu sein, dann sollte das Sternzeichen das Letzte sein, was einen noch interessiert. Den gesamten Text lesen »

Deutschland- ein Land der Kuriositäten

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Jeder der schon einmal im Ausland war, kam wieder nach hause zurück und konnte den Daheimgebliebenen einen ganzen Sack voll komischer kultureller Kuriositäten auspacken. Wer sich jedoch mal an den versuch wagt, seine eigene Kultur unvoreingenommen zu betrachten, der wird feststellen, dass auch die eigene Kultur ganz schön schräge Traditionen und Praktiken aufzuweisen hat.

Fahhradfahrer ©Flickr michfiel

Stellen sie sich einmal einen Sonntag im Sommer vor. Was sehen sie, wenn sie vor die Haustür gehen? Ganze Horden von Menschen treten bei schweißtreibenden 30 Grad im Schatten fleißig in die Pedale. Und mit welchem Ziel? Das ist es ja gerade, es gibt meistens kein Ziel. Der Vater auf seinem Fahrrad vorne weg, dann die Mutti und die Kinder johlend hinterher. Würden nun, sagen wir mal, ein paar Afrikaner, die unsere Kultur so gar nicht kennen, hierher kommen, was glauben sie, würden die sagen? Die spinnen die Deutschen… Warum fährt man denn, wenn man kein Ziel hat, welcher Sinn steckt dahinter?

Ein Volk feiert, aber was, sich selber, das Leben?

Ein anderes Beispiel sind die immer und überall stattfindenden Volksfeste. Bei Wind und Wetter trifft sich der Deutsche in einem provisorisch aufgestellten Zelt um sich ganz dem Genuss eines gelblich schimmernden und nach einer Weile völlig hemmungslos machenden Bieres hinzu geben. Man trinkt und singt, man schunkelt mit allem was nebendran sitzt, egal ob Freund oder Feind, und ab und zu fasst man der netten Dame von nebenan an den Hintern. Der Herr trägt, zumindest in den südlichen Gefilden, kurze Hosen, die nicht von allein halten, sondern von sogenannten Hosenträgern, an Ort und Stelle gehalten werden müssen. Die Frauen hingegen schnüren ihre Brüste bis zum Kinn, die Röcke hingegen schwingen in lockerer Form fast bis zum Boden.

Deutschland einig Humorland

Da soll noch mal einer sagen, die Ausländer sind komisch. Der Gang vor die Tür reicht manchmal schon aus, um den ganzen Tag etwas zu lachen zu haben. Und wer jetzt immer noch der Meinung ist, die Deutschen hätten kein Humor, dem kann ich leider auch nicht mehr helfen.

Heute frisch im Supermarkt:
Gemüse und Obst mit Fingerabdrücken

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Supermärkte bieten heutzutage alles, was man zum Überleben braucht. An allem kann man sich frei bedienen, auch an Obst und Gemüse - warum auch nicht?

An der Obst- und Gemüsetheke im Supermarkt spielen sich so manche Dramen ab. Dank der zivilisatorischen Errungenschaft des Massengemüse- und obstanbaus wird Gurke und Apfel zu unschlagbar günstigen Preisen verhökert. Egal, ob Winter, Sommer oder Karneval ist, die meisten Früchte gibt es das ganz Jahr über. Woher die Erdbeeren im Februar stammen, will ich gar nicht wissen – dahinter steckt sicher ebenfalls eine große Geschichte zum Meckern.

Früh übt sich an der Gemüsetheke ©Flickr/fazen

Öffnen der Plastiktüte? Kein Problem!

Pestizide, Farb- und Wachsstoffe sind ebenfalls eine ganz andere Baustelle. Man kann wohl schon froh sein, wenn die Banane noch zu 100 Prozent aus Banane besteht, und nicht aus synthetisch-weich-gelben Ersatzstoffen, die nach Krummfrucht schmecken. Immerhin dürfen die Gurken nun nach der EU-Gemüsenorm-Reform krumm und schief sein, wie sie wollen.
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Schlank ist nicht dünn

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Einigen bekannten Persönlichkeiten aus der Welt des hellen Scheinwerferlichtes wird ja mittlerweile nachgesagt, sie seien normalgewichtig, nicht dünn, sondern einfach normale Frauen. Natürlich im Vergleich zu den Magermodels mag das ja mit Sicherheit stimmen, aber wie sieht es im Vergleich zu wirklich normalen Frauen aus??? Und ich meine Frauen, keine „gerade-auf-dem-weg-dahin“ 20jährigen, sondern Frauen um die 30, vielleicht sogar mit Kind, aber ohne Personal Trainer und Privatkoch. Sind die denn alle nicht normal, weil ihr BMI jenseits der 18 liegt???

Ich weiß, ich weiß, schon wieder diese Diskussion, aber mich ärgert es, dass die Beispiele, die zumeist von den Medien gewählt werden, entweder dem einen extrem entsprechen, oder dem anderen.
Es gibt nicht nur dünn und dick, es gibt noch eine Stufe dazwischen, nämlich die Frauen, die sich immer wünschen, zu der einen Seite zu gehören, weil sie denken, sie wären schon längst auf der anderen Seite.
Wer suggeriert bloss all den Frauen, sie seien zu fett???? Den gesamten Text lesen »

Zum Klimagipfel im Privatjet

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Kaum ein Thema ist gerade so in den Medien vertreten, wie die Klimakonferenz in Kopenhagen. Wenn man sich jedoch die neusten Ergebnisse durchliest, stellt sich schnell Weltuntergangsstimmung ein. Die größten Klimasünder, die USA und China, zeigen sich wenig einsichtig.

Zum Klimagipfel im Privatjet  ©Flickr.com/AlexJohnson

Klimagipfel in Kopenhagen: Trotz gratis Bus, fährt man lieber Limousine
Der Klimagipfel in Kopenhagen weckt bei mir gemischte Gefühle. Trauer, Wut, Ärger und das Gefühl von Ohnmacht. Die Klima-Expertin Tina Löffelsend vom BUND erklärte, dass eine Emissionsminderung von 40% nötig sei, um der gefährlichen Erderwärmung entgegen zu wirken. Nicht mal die Hälfte gesteht die USA zu. Man will bei 17% bleiben. China bleibt ebenfalls bis zum Ende uneinsichtig. Schon jetzt sind die Leidtragenden die afrikanischen Länder und kleinen Inselstaaten, die die Folgen der CO2 Belastung in Form von Hungersnöten und erhöhtem Meeresspiegel direkt zu spüren bekommen.
Richtig wütend machte mich allerdings der Bericht darüber, dass kaum ein Teilnehmer von dem gratis Busservice vom Flughafen aus Nutzen macht. Statt dessen reist man in Privatflugzeugen und Luxuslimousinen. Total umweltfreundlich - klar. Den gesamten Text lesen »

Pärchen – guckt euch mal an!

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Sie sucht ihn nicht mehr, sondern hat ihn schon gefunden. Damit schaffen es die Verliebten, all ihre Bekanntschaften zu vergraulen.

Pärchen: Liebst du mich auch Bärchen? - Ja, mein mausepups ©Flickr / pedrosimoes7 Den gesamten Text lesen »

Weihnachtsmarkt nicht mal mit Glühwein zu ertragen

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Weihnachtsmärkte an sich sind völlig harmlos. Solange man keine aktiven Sinne mehr hat und weder sehen, hören, riechen noch fühlen muss, was da alles an einem vorbeiwabert.

Christkindlmarkt Nürnberg - schon klar, Weihnachtsmärkte bringen Freude ©Flickr / Allie_Caulfield
„Komm Schatz, wir gehen mal auf den Weihnachtsmarkt!“ Wem bei dieser Ankündigung Den gesamten Text lesen »

Panikmache bei der Schweinegrippe

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Die Schweinegrippe spukt wie ein unsichtbares Gespenst durch die Welt. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über den neusten Stand der Dinge in den Medien berichtet wird. Schulen werden geschlossen, Arztpraxen gestürmt…doch ich habe noch niemanden mit Schweinegrippe kennen gelernt. Oder doch?
Panikmache bei der Schweinegrippe   ©Flickr.com/didbygraham

Schweinegrippe is in da house
Vorgestern hat der Postbote ein Päckchen für meine Nachbarin bei mir abgegeben. Als ich dann am Abend mal klingelte, um es ihr zu bringen, macht Katrin mir die Tür nur einen Spalt breit auf. Im Hintergrund höre ich ihren dreijährigen Sohn Kevin wütend heulen. Misshandelt Katrin etwa ihren Sohn?
„Dem ist nur langweilig. Wir haben die Schweinegrippe und sitzen schon seit einer Woche zu Hause fest.“
Schock! Dann schau ich mir Katrin an. Ein bisschen abgekämpft und blass sieht sie schon aus, aber als würde sie in den letzten Zügen liegen, nee, so wirkt sie nicht. Der Kleine hat es aus der Kita mitgebracht. Als sie beim Arzt waren, hatte er seine Mutter schon angesteckt und für Tamiflu war es auch schon zu spät. Das bringe nur was in den ersten 2 Tagen, erklärt sie mir. Den gesamten Text lesen »

Männer-Kleidung: Wo zur Hölle gibt es gute und günstige?

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Frauen haben es beim Shopping unglaublich einfach: Auch wenn ihnen im riesigen Angebot nur maximal fünf Prozent aller Dinge gefällt, haben sie jede Menge Möglichkeiten, das Zeug zu kaufen und gut auszusehen. Bei Kleidung für Männer sieht das leider anders aus.

Männer Kleidung: Fön rein, im nächsten Leben wird alles besser! ©flickr / Kirsten Hartsoch
Herrenbekleidung ist, steht sie nicht in teureren Kaufhäusern unerschwinglichen Boutiquen oder beim klassischen Herrenausstatter, kaum noch zu finden. Beispiel: die schwedische Klamottenkette ha und em. Jeder Katalog strotzt vor Frauenkleidung, doch was ist mit Männer-Bekleidung? Auf vielleicht 20 Prozent der Seiten. Ein Großteil der Pullover trägt bekloppte Prints, und mit den albernen Skinny Jeans sehe ich aus, als würde es mir Spaß bereiten, meine Eier abzuklemmen. Hurra. Mit dem Rest könnte ich den männlichen Heulsusen von Popstars Konkurrenz machen. Zum davonlaufen ist das, genau wie diese Crocks. Zudem hat die Qualität der „schwedischen“ Herren-Kleidung stark nachgelassen. Und zwar mit Einstellung der wunderbaren Lad-Hosen. Die auch noch gut aussahen und saßen. Die aktuellen Jacken und Mäntel sind neutral, aber auch ein wenig zu farblos. Den gesamten Text lesen »

Wer will fett werden? Arbeiten hilft !

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Dick wollte ich nicht werden. Doch ich habe einen Sitz-Job am Computer und erwäge aus verschiedenen Gründen nicht, durch Sport abnehmen zu werden. Bin ich ein Hund, oder warum sollte ich nem Ball hinterher rennen?

Eine Diät kommt ebenfalls nur bedingt in Frage. Salat geht nur, wenn er vor allem aus Kartoffeln, sauren Gurken, Essig, Öl und Apfelstückchen besteht. Fleischsalat wäre eine Alternative, doch leider nur zum Zunehmen. Ein weiteres Problem stellt meine bessere Hälfte dar, die zum Dinner ganz hervorragend all das kocht, was mir sofort auf die Hüfte hüpft. Als Veganer hätte ich vermutlich gute Chancen, ihre deftige Hausmannskost zu verschmähen, doch als Freund von Fleisch, Fisch und Krustentieren fällt das natürlich flach. In Zukunft werde ich mich so vorstellen: „Hi, das da ist meine Süße und ich bin ihr fetter Freund.“
Abnehmen mit Salat: So weit kommt es noch! ©flickr / Laurel Fan

Die fette Sau

Die fette Sau wurde aus dem einstigen Spargeltarzan innerhalb eines Jahres, Den gesamten Text lesen »

Fremdgehen im Zeitalter des Überflusses

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Warum gehen wir fremd? Weil wir es können, wäre eine mögliche Antwort. Seitensprünge sind im Zeitalter des Überflusses eine Möglichkeit, dem reichhaltigen Angebot Herr zu werden.

Entschuldbar macht diese Theorie Fremdgehen dennoch nicht. Nur eben ein wenig menschlicher. Als Kinder standen wir im Süßigkeitenladen und wollten den größten Lutscher, das bunteste Bonbon und die sahnigste Schokolade und irgendwie ändert sich diese „Alles-meins“-Mentalität im Alter nicht grundlegend. Nur verlagern wir unser Interesse auf die Menschen um uns herum. Auch hier gilt: Wir stehen vor einer riesigen Auslage und wollen am liebsten das, was wir nicht kriegen können, weil es zu weit oben liegt.

Fremdgehen, robad0b©Flickr

Von Seitensprüngen und vollen Einkaufstüten
Das führt dann dazu, dass Menschen sich einfach so durch das Angebot futtern und scheinbar wahllos mitnehmen, was die Werbung ihnen schmackhaft macht und was sie kriegen können. Und das wiederum führt zu Seitensprüngen, denn die Mitnahme-Mentalität ist nicht automatisch gestillt, wenn die Einkaufstüten schon voll sind. Der Mensch neigt dazu, immer noch einen drauf zu legen. Das fängt am Abendbuffet im Billighotel mit vollen Essenstürmen auf Touristen-Tellern an und hört beim Seitensprung noch lange nicht auf. Dabei gehen auch Menschen manchmal fremd, die ihren Partner lieben: Der Alkohol ist da einer der Hautverdächtigen. Wenn wir trinken und die Hemmungen fallen, werden auch die Zweifel lauter: Ist das, was wir haben wirklich schon alles, oder geht da noch was?

Schämt euch, Fremdgänger!
Genug der Entschuldigung, wer fremdgeht, sollte sich nämlich trotzdem schämen. Denn obwohl das Angebot reichhaltige und die Auslage bunt und verlockend ist, wir sind dem Kindesalter entwachsen, jedenfalls biologisch. Mental ist das ja immer so eine Sache. Wir sind darüber hinaus weder Marionetten, noch Roboter, noch Sklaven unserer Zeit. Wir sind herausgefordert, aber es ist nicht unmöglich, zu widerstehen. Der Überfluss ist da, aber das Angebot allein muss ja noch nicht heißen, dass wir es nutzen müssen.

Pfusch im Atomkraftwerk Biblis

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Wieder macht ein deutsches Atomkraftwerk erschreckende Schlagzeilen. Ein ehemaliger Techniker im Atomkraftwerk Biblis berichtet von Pfusch und schlampiger Umsetzung bei Nachrüstungsarbeiten in wichtigen Bereichen des Reaktorgebäudes. Nach zahlreichen Störfällen im AKW Krümmel im Sommer liefert nun der älteste Reaktor der Bundesrepublik Grund zur Besorgnis. Er zählt mit 400 Meldung zu den drei störanfälligsten Atomkraftwerken des Landes.


Pfusch im Atomkraftwerk - Kurzschlüsse und falsche Messungen bei Umsetzung der Sicherheitsbestimmungen

Ein ehemaliger Techniker des Atomkraftwerks Biblis berichtete nach seiner Arbeit im Reaktor dem IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges - Ärzte in sozialer Verantwortung), es habe bei Änderungsmaßnahmen und Arbeiten an der Elektro- und Leittechnik erhebliche Abweichungen von den Plänen gegeben und es sei zu einem einzigen organisatorischen Chaos gekommen.

Pfusch im Atomkraftwerk Biblis   ©Flickr.com/Paul J Everett

Viele Mitarbeiter hätten schlichtweg gar nicht die nötige Routine gehabt, die Arbeiten durchzuführen und sich vor Angst, sich mit der Umsetzung strafbar zu machen, krank gemeldet. So sei es zu Pfusch in wichtigen Teilen des Reaktors gekommen, die vor allem für die Sicherheit z..B. bei Störfällen oder Fremdein-wirkungen (Stichwort Flugzeugabsturz, Terroranschlag..) verantwortlich sind. Leitungsver-bindungen sollen dabei regelrecht geschmolzen, viele Kurzschlüsse ausgelöst und falsche Messungen dem TÜV nicht gemeldet worden sein. Die skandalösen Anschuldigungen sind von dem vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebenen Ökoinstitut Freiburg geprüft und weitestgehend bestätigt worden. Die RWE, die das Atomkraftwerk in Biblis betreibt, bestreitet jedoch die Pfusch-Vorwürfe.

Atomkraftwerk Biblis ist nicht der einziger Pfusch-Reaktor
Nach den erschreckenden Störfällen kurz nach der Wiederaufnahme des Atomkraftwerks Krümmel diesen Sommer, die von den Betreibern nicht ordnungsgemäß gemeldet worden waren, stellt sich die Frage, wie verantwortungsvoll in den Reaktoren mit Sicherheitsbestimmungen und Störfällen umgegangen wird. Pfusch-Reaktor Biblis machte immerhin schon mit über 400 Fällen von sich Reden und zählt damit zu einem der anfälligsten Atomkraftwerken in Deutschland. Generell sei die technische Nachrüstung in den alten Reaktoren eben besonders schwierig. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln, dass die Schwarz-Gelbe-Koalition nach der Bundestagswahl 2009 an der Absage an den Atomausstieg festhält und sich fragen, wann die nächsten heimlichen Pfusch-Fälle in einem deutschen AKW durchsickern.

Neue Popstars-Staffel - Detlefs Marionetten

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Das junge Menschen mittlerweile als Berufsziel Superstar und Topmodel angeben, mag man belächeln. Überhaupt würden die Kandidaten sich ja freiwillig bewerben. Nach unzähligen Formaten und Staffeln müßte außerdem auch dem letzten Teilnehmer klar sein, dass der Ruhm am Ende der Staffel bestenfalls in einem hastig zusammengedrechselten Album verpufft, von dessen Verkaufserlösen die Kandidaten selbst dank Knebelverträgen wenig bis gar nichts abbekommen. Bei “Popstars” allerdings werden die Kandidaten mittlerweile dermaßen manipuliert, dass Jurychef Detlef Soost schon beinahe wie ein Sektenchef wirkt.

Wenn man Soost bei seinen Motivationsansprachen beobachtet, fragt man sich schon, wie irgendjemand ihn und sein ganzes hart-aber herzlich-Image überhaupt ernst nehmen kann. Er schafft es aber tatsächlich, dass die Kandidaten heulen, wenn es das Drehbuch verlangt, während Oberguru Soost ihnen den Kopf krault. Überhaupt kommt es nur darauf an, dass die Kandidaten sich möglichst stromlinienförmig der Dramaturgie der Sendung unterordnen. Kritik an den Befehlen von Soost ist immer ein Mangel an Willen Superstar zu werden. Wer nicht gehorcht kann im autoritären Popstars-System einpacken.
Traum vom Popstar / ῨᾂῄὐἄṜ ™©Flickr

Popstars - Mobben nach Plan
Konsequent wird dann auch eine “Kandidatin”, die den Traum vom Superstardasein nach Meinung von Chefaufseher D! und seinen Schergen nicht Ernst genug nimmt, systematisch als Hasskandidatin aufgebaut. Sie habe nur mitgemacht um mal Las Vegas zu sehen, so richtig Popstar werden sei gar nicht so ihr Ding, gibt sie offen zu. Das kann die Jury nicht auf sich sitzen lassen. Mit allen Mitteln der Gruppendynamik wird sie bei den Mitbewerbern madig gemacht. Vor versammelter Kandidatenschaft wird sie von allen Jurymitglieder abwechselnd runtergeputzt, sie stehle anderen Bewerbern die Chance, ihren Traum zu leben und verdiene gar nicht hier zu sein. Vorher wird sie allerdings noch zum Starfriseur geschickt, um den Neid der Mitbewerber anzustacheln. (Mitsprachrecht bei der Frisurengestaltung hat sie selbstverständlich nicht). Unter den hämischen Kommentaren ihrer Mitbewerber verabschiedet sie sich schließlich wie geplant aus der Show.

Leben unter dem System Soost
Zugegebenermaßen gehöre ich nicht zur Zielgruppe der Sendung und habe mit einer 3/4 Folge auch keinen wirklich repräsentativen Ausschnitt aus dem Wirken von Herrn Soost mitbekommen. Das bisschen, was ich gesehen habe, markiert aber einen neuen Tiefpunkt.
Dabei ist die bekannte Tatsache, dass in naiven Jugendlichen illusorische Träume geweckt und dann quotenträchtig zerstört werden nicht einmal mehr das Hauptproblem. Zu sehen, wie vollständig die Kandidaten sich dem Popstars-System unterordnen und wie unverhohlen das von den Machern ausgenutzt wird, ist noch viel gruseliger.

Jobverlust - Gekündigt wegen Frikadelle

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Eine Frikadelle vom Büffet gemopst, zwei Pfandbons einngesteckt oder 1,36 Euro zu wenig in der Kasse - Seit einiger Zeit häufen sich die Meldungen über Kündigungen wegen Lappalien. Das hat nicht zuletzt mit der Funktionslogik des Boulevardjournalismus zu tun.

Beim neuesten Fall handelt es sich um eine Sekretärin, die sich nach einer Geschäftsbesprechung eine übrig gebliebene Frikadelle vom Büffet gegönnt hatte und dafür prompt entlassen wurde.

Der Frikadellenfall - Die Funktionalisierung einer Meldung

Dass fadenscheinige Verweise auf den Abschreckungseffekt zur Rechtfertigung der eigenen Reaktion von Arbeitgeberseite ins Leere laufen, dürfte genauso klar sein wie die Tatsache, dass hier der geringste Anknüpfungspunkt genutzt wurde, um einen längst unliebsam gewordenen Mitarbeiter in die Wüste schicken zu können. Juristisch wird der jüngste Fall noch zu klären sein, moralisch ist er es längst, dafür hat die Boulevardpresse gesorgt. An dieser Stelle soll es auch gar nicht um die Geschehnisse selbst gehen, sondern um ihre Funktionalisierung in den Medien. Für die Boulevardpresse sind derlei “Meldungen” ein gefundenes Fressen. Geradezu idealtypisch lassen sich an ihnen drei Funktionsprinzipien dieser Art des Journalismus ablesen.
Kündigung wegen Frikadelle / ds-foto (bembelkandidat)©Flickr

Kündigung: Eine Lappalie als Aufreger - die perfekte Schlagzeile

Erstens handelt es sich um einen simplen Sachverhalt, der klar in ein gut-vs.-böse-Schema eingeordnet werden kann und keinerlei Hintergrundwissen notwendig macht. Auf der einen Seite böswillige Menschenschinder-Chefs, die jede Schwäche ihrer verängstigten Untergebenen ausnutzen, um sie ins soziale Elend abzuschieben. Auf der anderen Seite der hilflose Angestellte, von Grund auf ehrlich, zeit Jahrzehnten der Firma treu ergeben und nun der Willkür hilflos ausgeliefert.

Zweitens berührt das Thema eine Stimmung, die sowieso irgendwie in der Luft liegt. LIDL Überwachung, Manager-Boni, soziale Kälte. Alles scheint irgendwie zusammenzupassen, der Angestellte wird immer mehr geknechtet, die Führungsriege schafft sich die eigenen Spielregeln. Aus diesem diffusen Hintergrundrauschen erhält dann der Einzelfall zusätzlichen Auftrieb.

Drittens ein klarer Apell an die Affekte des Leser. Wütend muß man ja werden, bei derlei schreiender Ungerechtigkeit.

In seinem simplen schwarz-weiss-Schema ist eine solche Berichterstattung nur mit dem Stammtischbild des Politikers vergleichbar. “Die da oben” vs “Der kleine Mann”. Ein solcher Journalismus, der sich scheinheilig zum Anwalt der kleinen Leute stilisiert, ist so durchschaubar wie er leider auch erfolgreich ist.

Wahlbeteiligung Bundestagswahl 2009

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Nun ist es knapp drei Tage her und der erste Schock hat sich gelegt. Das Ergebnis der Bundestagswahl 2009 ist überraschend gelb, doch viel bestürzender die miese Wahlbeteiligung im ganzen Bundesgebiet. Von einem Rekordtief sprechen die Medien und Recht haben sie, denn seit Kriegsende wurde nicht mehr ein solchen Desinteresse gegenüber der Wahl gezeigt.

Mit nur 72,2 Prozent Wahlbeteiligung kriecht Deutschland politisch eher aus der Krise als das es sich beschwingt fortbewegt. Nicht einmal im Vorwahljahr, in welchem Nichtwähler mehr den je umworben wurden, zeigte sich eine solche Politikverdrossenheit.

Bundestagswahl 2009, ©flickr by Werner Schnell Images

Die Qual der Wahl bringt die Wähler vom Regen in die Traufe, da fällt die Entscheidung wohl schwer welches das kleinere Übel ist, doch nicht zu wählen heißt automatisch den schwächeren Parteien mehr Prozente zu zuschieben. Sinkt die Beteiligung steigt die Prozentzahl derer mit wenigen Stimmen und Parteien die kurz unter der 5% Hürde liegen, schaffen doch noch den Absprung! Das ist vielen Bundesbürgern nicht bewusst.

Gutes Wetter und schlechte Wahlbeteiligung

Trotz des schönen Wetters ist die Wahlbeteiligung bei der diesjährigen Bundestagswahl massiv gesunken. So haben nach Angaben der ARD vom Sonntag Abend nur 72,5 Prozent der 62,2 Millionen wahlberechtigten Bundesbürger ihre Stimme abgegeben. Das ZDF sprach sogar nur von 71,2 Prozent. 2005 waren es noch 77,7 Prozent gewesen.

Wahldates zur Bundestagswahl 2009

Mit pfiffigen Kampagnen und Parteiwerbung sollten die Wähler animiert werden. Demokratie-Busse wurden losgeschickt, um auf der Straße Überzeugungsarbeit zu leisten, TV-Spots mit Wahlaufrufen gedreht und übers Internet ‘Wahldates’ arrangiert. Doch bereits am Mittag zeichnete sich ab, dass bei der Wahlbeteiligung ein neuer Tiefstand drohte und der ganze Aufwand wohl eher abgeschreckt hat. Berlin hat es am schlimmsten getroffen von vormals 77 Prozent ging es ab in den Keller zu gerade einmal 70 Prozent Wahlbeteiligung. Das sind ganze 7,5 Prozent weniger als im Wahljahr 2005.

NPD-Wahl-Plakate verschmutzen den Osten

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NPD-Wahl-Plakate sind gerade in den Ost-Bundesländern zahlreich vertreten. Cottbus, Sachsen, sowie die Randbezirke Berlins sind ein beliebtes Pflaster für die Werbemacher der NPD und DVU. An fast jeder Straßenlaterne prangen die Pappschilder mir ihren ausländerfeindlichen Parolen. Weg mit diesem Dreck! Die NPD verschmutzt unsere Straßen!

Wahlplakate an der Stange, ©flickr by Henning HomannGerade in den letzten Jahren gingen die Werbekampagnen der NPD durch ihre penetranten Aktionen vor Schulen und Jugendclubs durch die Medien. Es wurden kostenlos CD’s mit den giftigen Parolen versteckt in fetziger Musik verteilt.

Doch nun gibt es einen Schimmer der Hoffnung, nein sogar ein wahres Blitzgewitter, denn bei den U18 Wahlen haben sich die deutschen Jugendlichen eindeutig gegen die rechtsextreme Partei entschieden. Die Politikverdrossenheit hat ein Ende.

NPD-Wahl-Plakate verschmutzen den Osten

Trotz massenhafter Werbeaktionen, welche vor allem die Straßen und öffentlichen Plätze im östlichen Bundesgebiet betrifft, hat sich die Jugend nicht beirren lassen. Wenn es nach den deutschen Jugendlichen gehen würde, würden SPD und Grüne das Land regieren. Die NPD und DVU haben dagegen starke Abstriche bei den jungen Wählern machen müssen. Aufklärende Kampagnen und die immer noch in erschreckender Regelmäßigkeit auftretenden rechtsextremistischen Übergriffe haben der Jugend einen guten Stoß nach Links gegeben.


U18 Jugend wählt – NPD, nein danke!

SPD und Grüne würden zwar im gesamtdeutschen Vergleich gewinnen, doch gerade im Osten Deutschland ist der Zuspruch für die Linke am stärksten und hat die NPD verdrängt. Bis auf das Bundesland Sachsen, wo die NPD etwa dreimal so viele Stimmen bekam als im Bundesschnitt, hat die Partei in diesem Jahr nicht einmal die 5% Hürde geschafft. Bei der ersten Wahl im Jahr 2005 lag die NPD mit 6,66 Prozent sogar bundesweit vor der FDP.

Amoklauf an deutschen Schulen

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Und der Terror geht weiter! In einem Gymnasium in Ansbach verübt ein 18-jähriger Schüler einen Brandanschlag auf seine Schule. Zehn Personen werden zum Teil schwer verletzt, eine Schülerin schwebt in Lebensgefahr nach dem der Täter zwei Molotow-Cocktails in die Schule geworfen hat.

Dieser Fall in Ansbach ist einer der glimpflichen, leichten Fälle. Doch zeigt er die steigende Tendenz derer man sich an deutsche Schulen momentan bewusst werden muss. Von den etwa 100 Amokläufen seit 1974 ereigneten sich sieben in Deutschland, das ist keine gute Bilanz.

Polizei, ©flickr by sascha-b

Meißen, Brannenburg, Freising, Erfurt, Coburg, Emsdetten und Winnenden sind die Orte an denen jene traurigen Ereignisse statt fanden. Nach dem Schock kommt das Erwachen!

Amoklauf an deutschen Schulen

Warum kommt es scheinbar immer öfter vor, das Schüler in Deutschland verrückt spielen und anfangen ihre Mitschüler und Lehrer zu erschießen oder mit Molotow-Cocktails, wie im Fall in Ansbach, zu bewerfen? Gerade wo nun das Sicherheitsproblem an Schulen in den Vordergrund rückt und die Tatsache um psychisch labiler Jugendlicher heiß diskutiert wird, sollten solche Fälle doch frühzeitig erkannt werden! Sogenannte Problemkinder gibt es immer und überall, doch ihnen sollte geholfen werden, bevor es nicht mehr geht und bevor es zu dieser Kurzschlussreaktion kommt!

Kurzschlussreaktion oder Amok-Plan

Wie das Zentrum für Amokforschung in Deutschland an der Uni Darmstadt bestätigte, gibt es immer erste Warnsignale. Psychologe Jens Hoffman leitet ein Projekt, das zum Ziel hat, potenzielle Amokläufer rechtzeitig von ihrem Vorhaben abzubringen. Dabei hat er ein vom amerikanischen Psychologen Dewey Cornell entwickeltes Screening-Verfahren auf deutsche Verhältnisse übertragen. Laut Hoffmann ist es wichtig, ‘erst mal Warnsignale zu erkennen, beispielsweise Drohungen und dann gleich zu schauen, steckt da was dahinter oder nicht.’ Legen jugendliche ein aggressives Verhalten an den Tag, sollte man sie in jedem Fall ernst nehmen und ihnen psychologische Hilfe zukommen lassen, bevor es zu spät ist. Damit wird den potentiellen Tätern geholfen, aber vor allem auch den unschuldigen Opfern.

Fahrradklau und Sabotage in Berlin-Wedding

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Das der Berliner Stadtteil Wedding einen schlechten Ruf hat war mir bekannt als ich meine neue Wohnung in eben jenem Bezirk bezog, doch ich war guten Mutes. Nur wegen einem höheren Ausländeranteil heißt das ja noch lange nicht, das deren Anwohner alles Diebe und schlechte Mensch sind. Ganz im Gegenteil ich freute ich auf die Vielfalt türkischer Gemüseläden.

Fahrradklau in Berlin Wedding, ©flickr by debauer1988Das Haus in dem ich nun wohne hat einen netten Hinterhof mit kleinem Spielplatz und Parkbank, die Nachbarschaft ist Hilfsbereit und freundlich. Trotz alle dem habe ich aber nun schon mein drittes Paar neuer Fahrradreifen auf mein Rad gezogen und das obwohl ich es sogar nicht nur auf dem Hof abgestellt hatte sondern im hauseigenen Fahrradraum.

Berlin-Wedding hat mich eines Besseren belehrt! Ich bin kein Mensch von Vorurteilen, doch hier scheinen sie zu stimmen. Wer Fahrräder der eigenen Nachbarschaft zerstört ist für mich seit Neuem ein typischer Weddinger.

Fahrrad-Sabotage in Berlin-Wedding

Mit Hilfe meiner netten Nachbarin, vom anderen Hauseingang, brachte ich mein Rad wieder in Ordnung. Ihr Fundus an Werkzeugen ist wirklich erstaunlich für eine Frau ihren Alters, es scheint fast so sie hätte ihr halbes Leben damit verbracht verschiedenste Maulschlüssel und Zangen zu sammeln. Wie dem auch sein, das Rad rollt wieder, dank der richtigen Nachbarn und ich stelle es jetzt auf der Straße vor dem Haus ab. Dort ist es sicherer!

Fahrradklau in der Nachbarschaft

Und das bewies mir auch gleich am nächsten Morgen meine hilfsbereite Nachbarin. Nicht nur die Luft in den Reifen fehlte, nein auch die Reifen an sich mitsamt dem kompletten Fahrrad waren vollständig aus dem Fahrradraum verschwunden. Die arme Frau sitzt jetzt auf einem Haufen nützlichem Werkzeug und hat nichts mehr woran sie es benutzen kann. Ein Hoch auf die nette Nachbarschaft!

Energiesparlampen EU-Idiotie

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Schrott: Energiesparlampen. Oh ja, vielen Dank dafür, verehrte EU. Macht Ihr eigentlich nur so fortschrittliche Dinge wie die völlig sinnlose Einheitlichkeit der Polizeiuniformen festzulegen und kontraproduktiven Bullshit zum polnischen Räucherkäse zu verzapfen? Für’s Denken werdet Ihr offensichtlich nicht bezahlt.

Warum mich die Energiesparlampen so stören? Die sind ja noch hässlicher als mancher Dienstwagen in Brüssel. Wahrscheinlich soll mit der gesparten Energie der erhöhte CO2-Ausstoß der schwarzen Luxus-Hobel kompensiert werden. Ökotrottel. Denn tatsächlich besitze ich eine wunderschöne Lampe, deren silberbedampfte Glühlampen in das verchromte Lampendesign stimmig

Energiesparlampen machen Glühbirnen kaputt ©flickr / laszlo-photo
integriert sind. Da werden diese unfassbar hübschen rohrartig oder gar spiralförmig gestalteten Energiesparlampen in ihrer Milchgesicht-Farbe ja bestimmt richtig toll drin aussehen. Weswegen ich, wie so viele Bürger dieses Landes, die ebenfalls keinen gesteigerten Wert auf Ästhetik für Vollidioten legen, mir einen kleinen Vorrat der guten alten Glühbirnen zugelegt habe.

Energiesparlampen Hamsterkäufe völlig gerechtfertigt

Nicht nur, dass diese klassischen Glühbirnen viele kostengünstiger in der Anschaffung sind, es ist auch nicht mal halb so schlimm, wenn sie tatsächlich Den gesamten Text lesen »